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Ich seh' das jetzt zum ersten Mal

Barbara Beuys entziffert Sophie Scholls Gedanken

Starke Frauen haben es Barbara Beuys angetan. Bereits in vielen Biographien hat sich die Historikerin und Soziologin dem Leben und Werk bedeutender Frauen genähert, darunter die chinesische Dichterin Li Qingzhao, Hildegard von Bingen, Annette von Droste Hülshoff sowie Paula Modersohn-Becker. Dabei wanderte die Journalistin und Autorin durch die Jahrhunderte, bis sie mit ihrem jüngsten Buch über die Widerstandskämpferin Sophie Scholl schließlich eine Zeit beleuchtet, über die noch immer Zeitzeugen berichten können: das Dritte Reich. Doch habe sie ganz bewusst auf die Befragung der letzten lebenden Schwester Sophie Scholls, Elisabeth Hartnagel, verzichtet, erklärt Barbara Beuys. Es sei ihr darum gegangen, ein historisches Buch zu schreiben. Eines, das ganz nah an die Protagonistin heranführt. Wie ihr das gelungen ist, schildert die Historikerin im wissen.de-Interview.

Es gab nicht viel zu Sophie Scholl

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Die Biograohin: Barbara Beuys
wissen.de: Worin bestand Ihre Motivation, eine weitere Sophie Scholl-Biographie zu schreiben?

Barbara Beuys: Ich wollte gerne eine Biographie aus der Zeit des Nationalsozialismus schreiben, einer Zeit, mit der ich mich bereits in dem Buch "Vergeßt uns nicht. Menschen im Widerstand 1933–1945" befasst habe. Bei der Recherche habe ich schnell festgestellt, dass es entgegen der allgemeinen Auffassung gar nicht viel zu Sophie Scholl gab.

Doch gerade die Filme über Sophie Scholl suggerieren, man wisse schon alles über sie, obwohl diese Filme immer nur die letzten Wochen ihres Lebens erzählen. Und auch in den bisher erschienenen Biographien steht über große Teile von Sophies Kindheit und Jugend nicht viel drin. Ich dachte mir also, da gibt es noch einiges zu schreiben.

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von Susanne Dreisbach, wissen.de
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