Lexikon

althochdeutsche Literatur

früheste literarische Zeugnisse in deutscher Sprache, etwa 7501050; besteht aus einzelnen poetischen Denkmälern in einer ansonsten noch rein lateinischen Schriftkultur; überliefert sind Heldenlieder („Hildebrandslied“ 830/40; „Ludwigslied“ 881/82), Segens- und Zaubersprüche („Merseburger Zaubersprüche“ 950; „Lorscher Bienensegen“ 10. Jahrhundert), theologische Texte („Monseer Fragmente“ 9. Jahrhundert), Schöpfungs- und Weltuntergangsdichtung („Wessobrunner Gebet“ 800; „Muspilli“ 9. Jahrhundert) sowie Bibelepik („Heliand“ 850; Otfrids von Weißenburg „Evangelienbuch“) und Übersetzungen antiker Werke (Notker der Deutsche, ca. 950-1022); Träger der althochdeutschen Literatur waren Geistliche, u. a. in den Klöstern Fulda und St. Gallen.
Frosch mit menschlicher Kleidung und Haltung, trägt Anzug und Tasche, steht auf blauem Hintergrund.
Wissenschaft

Gefangen im Netzwerk

Wie sieht das klassische Bild eines Wissenschaftlers oder einer Wissenschaftlerin aus? Sicherlich kommt vielen sofort das Klischee des brillanten, zuweilen auch nerdigen Einzelgängers in den Sinn. Man denke zum Beispiel an den „Erbsenzähler“ Gregor Mendel, die „Mutter der springenden Gene“ Barbara McClintock oder auch den PCR-...

Prinzip_des_neuromorphen_Computers:_Schaltstellen_des_Gehirns_werden_mit_magnetischen_Wellen_nachgebildet,_die_gezielt_in_mikroskopisch_kleinen_Scheiben_erzeugt_und_aufgeteilt_werden._
Wissenschaft

Magnonen, Ionen und künstliche Synapsen

Wenn zum Rechnen nicht mehr Elektronen durch Chips fließen, sondern Materialien selbst die nötigen Aufgaben bewältigen, führt der Weg zum neuromorphen Computer. von KAI DÜRFELD Ionen wandern durch winzige Käfige, bleiben hängen, lösen sich wieder und hinterlassen Spuren. Auf diese Weise entsteht Gedächtnis aus Materie. Das...