Lexikon
althochdeutsche Literatur
früheste literarische Zeugnisse in deutscher Sprache, etwa 750–1050; besteht aus einzelnen poetischen Denkmälern in einer ansonsten noch rein lateinischen Schriftkultur; überliefert sind Heldenlieder („Hildebrandslied“ 830/40; „Ludwigslied“ 881/82), Segens- und Zaubersprüche („Merseburger Zaubersprüche“ 950; „Lorscher Bienensegen“ 10. Jahrhundert), theologische Texte („Monseer Fragmente“ 9. Jahrhundert), Schöpfungs- und Weltuntergangsdichtung („Wessobrunner Gebet“ 800; „Muspilli“ 9. Jahrhundert) sowie Bibelepik („Heliand“ 850; Otfrids von Weißenburg „Evangelienbuch“) und Übersetzungen antiker Werke (Notker der Deutsche, ca. 950-1022); Träger der althochdeutschen Literatur waren Geistliche, u. a. in den Klöstern Fulda und St. Gallen.
Wissenschaft
Wasserverteilung in Flüssen hat sich verändert
Flüsse tragen entscheidend zur Wasserversorgung in weiten Teilen der Welt bei. Zugleich können sie bei Überschwemmungen zur tödlichen Gefahr werden. Eine Studie hat nun für alle rund 2,9 Millionen Flüsse weltweit kartiert, wie sich ihre Durchflussmenge seit 1984 entwickelt hat. Die Ergebnisse sind den Forschenden zufolge...
Wissenschaft
Hölzerne Riesen
Windkraftanlagen aus Holz galten lange Zeit als nicht realisierbar. Doch nun setzt ein Umdenken ein, denn der natürliche Baustoff bietet strukturelle und auch ökonomische Vorteile. von JAN BERNDORFF Die Windenergiebranche steckt in einem Dilemma. Sie soll ein wichtiger Eckpfeiler der Energiewende sein und klimaschonend „grünen“...