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LEXIKON

Busch

Wilhelm, deutscher Maler, Grafiker und Dichter, * 15. 4. 1832 Wiedensahl, Hannover,  9. 1. 1908 Mechtshausen bei Seesen; lieferte nach Ausbildung in Düsseldorf, Antwerpen und München seit 1858 für die Zeitschrift Fliegende Blätter zahlreiche volkstümliche humoristische Bildergeschichten mit selbst gedichteten Versen in schwungvoll-bewegtem Zeichenstil und knapper, treffender Charakterisierung. Berühmt wurden u. a. die Folgen „Max und Moritz“ 1856; „Die fromme Helene“ 1872; „Hans Huckebein“ 1872. Die Themen sind meist der Welt des deutschen Kleinbürgertums entnommen. Als Dichter schrieb Busch u. a. die Erzählung „Eduards Traum“ 1891 sowie knappe Spruchgedichte von abgeklärter Lebensweisheit: „Kritik des Herzens“ 1874 und „Zu guter Letzt“ 1904. Die Autobiografie „Von mir über mich“ 1894 zeigt Anklänge an die pessimistische Lebensphilosophie A. Schopenhauers. Als Maler wurde Busch zunächst nur wenig beachtet, obwohl seine Landschaften und Figurenbilder in ihrer temperamentvollen, tonigen Malweise Anregungen der alten Holländer (F. Hals, A. Brouwer) realistisch weiterentwickeln. Der größte Teil seines künstlerischen Nachlasses wird seit 1937 im Wilhelm-Busch-Museum in Hannover aufbewahrt.
Busch, Wilhelm
Wilhelm Busch
Busch, Wilhelm: Zeichnung
Zeichnung aus Hans Huckebein
Zeichnung aus »Hans Huckebein« von Wilhelm Busch
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