Lexikon
China
Die Volksrepublik unter der Herrschaft Mao Zedongs
Am 1. 10. 1949 proklamierten die Kommunisten die Volksrepublik China. An die Spitze trat Mao Zedong. 1950 schloss China einen Freundschaftspakt mit der UdSSR. 1951 wurde Tibet als „autonomes Gebiet“ eingegliedert. Chinesische Verbände griffen in den Koreakrieg ein, was zur weltpolitischen Isolierung Chinas führte; von vielen Staaten wurde die Regierung Taiwans als legitime Regierung Chinas anerkannt. In der gesellschaftlichen Umgestaltung folgte China zunächst dem sowjetischen Vorbild. 1958 suchte es durch radikale Vergesellschaftung und Massenmobilisierung die Basis für den baldigen Übergang zum Kommunismus zu schaffen; dieser „Große Sprung nach vorn“ schlug jedoch fehl. Die damit heraufbeschworenen ideologischen Gegensätze zur UdSSR wuchsen sich zu erbitterter Feindschaft aus und spalteten die kommunistische Weltbewegung. 1966 entfesselte Mao, dessen Stellung geschwächt war, die Kulturrevolution, die sich gegen Intellektuelle und Funktionäre richtete und Hunderttausende von Todesopfern forderte. Nach dem Ende der Kulturrevolution konnte die Volksrepublik die internationale Isolierung durchbrechen; 1971 wurde sie als einzige Vertreterin Chinas von den UN anerkannt.
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