Lexikon

China

Landwirtschaft im Umbruch

China war seit Jahrtausenden ein Bauernland, dessen Bevölkerung von den Erträgen winziger, aber intensiv bewirtschafteter Parzellen lebte. Im Zeichen einer wachsenden Bevölkerung hatte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Ernährungslage rapide verschlechtert. In der Kampagne „Der Große Sprung nach vorn“ (1958) wurde die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche auf rund 800 000 Genossenschaften in 23 000 Volkskommunen verteilt. Die Bauern wurden auch zu Arbeiten an der Verbesserung der Infrastruktur und zum Aufbau einer ländlichen Industrie herangezogen. Die Ernteerträge gingen jedoch drastisch zurück und Millionen von Menschen verhungerten in den „drei bitteren Jahren“ (19591962). 1978 beschloss die KPCh, die landwirtschaftlichen Betriebe weitgehend zu privatisieren und den Agrarsektor staatlich zu fördern. Dies hatte eine erhebliche Produktivitätssteigerung zur Folge.
Nur 17% der Gesamtfläche des Landes sind ackerbaulich nutzbar. Zusätzliche Flächen lassen sich nur mit großem Aufwand erschließen. Die günstigsten Anbaugebiete sind die großen Stromebenen im Osten des Landes. Im Süden beherrschen Reisfelder über weite Teile das Bild der Landschaft. In den westlichen Landesteilen dominiert die Viehwirtschaft.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Hochgebirge und Plateaus im Westen
    2. Trockengürtel im Nordwesten und Norden
    3. Vom Löß zum Karst
    4. Dicht besiedelte Ebenen
    5. Flusslandschaften in Gefahr
    6. Vom Kontinentalklima im Nordwesten zum Monsunklima im Südosten
  3. Bevölkerung
    1. Vielvölkerstaat
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Landwirtschaft im Umbruch
    2. Immense Rohstoffvorkommen
    3. Expandierende Industrie
    4. Beliebtes Reiseziel
    5. Verkehrsnetz im Ausbau
  7. Geschichte
    1. China bis zum Einfall der Mongolen
    2. Die Entwicklung bis zum Ende des Kaiserreiches
    3. Republik und Bürgerkrieg
    4. Die Volksrepublik unter der Herrschaft Mao Zedongs
    5. Reformen und wirtschaftlicher Aufstieg
Megalithen
Wissenschaft

Hinkelstein und Dolmengrab

Was ist eigentlich ein Megalith? Wer begann seine Toten in Hügelgräbern zu bestatten? Und warum gleichen sie sich – unabhängig davon, ob sie in Spanien oder Dänemark stehen? Diesen Fragen geht Teil 1 unserer Reihe über die steinernen Riesen nach. von KLAUS-DIETER LINSMEIER Mit einem Hinkelstein auf dem Rücken herumspazieren, als...

forschpespektive_NEU.jpg
Wissenschaft

Die Gollums der Wissenschaft

Wer J.R.R. Tolkiens Jahrhundert-Trilogie „Herr der Ringe“ gelesen hat, der weiß: Die Figur Gollum ist ekelerregend hässlich. Wer Gollum zudem in der Verfilmung des Werkes gesehen hat, wird diesem Urteil umso mehr zustimmen. Doch Hässlichkeit ist vielleicht nicht einmal sein größtes Defizit, denn obendrauf kommt noch sein...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch