Lexikon
China
Landwirtschaft im Umbruch
China war seit Jahrtausenden ein Bauernland, dessen Bevölkerung von den Erträgen winziger, aber intensiv bewirtschafteter Parzellen lebte. Im Zeichen einer wachsenden Bevölkerung hatte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Ernährungslage rapide verschlechtert. In der Kampagne „Der Große Sprung nach vorn“ (1958) wurde die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche auf rund 800 000 Genossenschaften in 23 000 Volkskommunen verteilt. Die Bauern wurden auch zu Arbeiten an der Verbesserung der Infrastruktur und zum Aufbau einer ländlichen Industrie herangezogen. Die Ernteerträge gingen jedoch drastisch zurück und Millionen von Menschen verhungerten in den „drei bitteren Jahren“ (1959–1962). 1978 beschloss die KPCh, die landwirtschaftlichen Betriebe weitgehend zu privatisieren und den Agrarsektor staatlich zu fördern. Dies hatte eine erhebliche Produktivitätssteigerung zur Folge.
Nur 17% der Gesamtfläche des Landes sind ackerbaulich nutzbar. Zusätzliche Flächen lassen sich nur mit großem Aufwand erschließen. Die günstigsten Anbaugebiete sind die großen Stromebenen im Osten des Landes. Im Süden beherrschen Reisfelder über weite Teile das Bild der Landschaft. In den westlichen Landesteilen dominiert die Viehwirtschaft.
Wissenschaft
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Wissenschaft
Transport in die Tiefe
Biologische Pumpen regeln den Stoffhaushalt der Ozeane: Sie lagern CO2 ein und wirken damit dem Klimawandel entgegen. von KURT DE SWAAF Es schneit. Langsam rieselt ein steter Strom aus Flocken herab, die weiß im Scheinwerferlicht leuchten. Außerhalb des Kegels herrschen totale Finsternis und Stille. Eine winterliche Fahrt durch...