Lexikon
China
Bevölkerung
Von 1952 bis zur Jahrtausendwende hat sich die Bevölkerung Chinas durch die gestiegene Lebenserwartung und sinkende Säuglingssterblichkeit von 575 Mio. auf über 1,3 Mrd. Menschen mehr als verdoppelt. Schon Anfang der 1980er Jahre überschritt die Einwohnerzahl die Milliardengrenze. Der immense Bevölkerungsdruck hatte in den 1970er Jahren zu bevölkerungspolitischen Maßnahmen geführt. So wurde das Heiratsalter angehoben und die „Ein-Kind-Familie“ propagiert. Das jährliche Bevölkerungswachstum liegt heute bei 0,49% gegenüber 2,6% im Jahr 1970. Durch den traditionell verankerten Wunsch nach einem männlichen Nachkommen ist die Abtreibung weiblicher Föten weit verbreitet. Auf 100 neugeborene Mädchen kommen fast 120 männliche Säuglinge.
Die Bevölkerung ist ausgesprochen ungleich verteilt. Etwa 90% der Einwohner leben in den natürlichen Gunsträumen im Osten des Landes. Siedlungsschwerpunkte sind der Küstenstreifen, die Große Ebene und das Becken von Sichuan. Dagegen sind weite Gebiete auf dem Qinghai-Tibet-Plateau oder im nordwestlichen Trockengürtel nahezu menschenleer.
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