Lexikon
italienische Musik
Renaissance
Im 15. und 16. Jahrhundert stand auch die italienische Musik unter dem Einfluss franko-flämischer Komponisten (franko-flämische Musik), die wie Josquin Desprez, und Orlando di Lasso in Italien wirkten und durch Adrian Willaert Venedig zu einem Zentrum der Renaissancemusik machten (Venezianische Schule). Auch das Madrigal erlebte einen neuen Aufschwung und eine neue Harmonik, die bereits die Chromatik verwendete, diente tonmalerischen Absichten (Affektenlehre). Zu seinen herausragenden Vertretern gehören Carlo Gesualdo und besonders Claudio Monteverdi.
Zu einer abermaligen Erneuerung kam es gegen Ende des 15. Jahrhunderts durch die Übernahme volksmusikalischer Elemente: Frottola (heiteres Volkslied), Villanella (Tanzlied) und Kanzonetta wurden gesellschaftsfähig und gaben der Kunstmusik neues Leben. Daneben entstand eine Kirchenmusik zurück, die in der neuen Vielstimmigkeit und Mehrchörigkeit des Andrea Gabrieli und Giovanni Gabrieli höchste Farbenpracht erreichte. Dagegen blieb allein die päpstliche Kapelle in Rom der gregorianischen Tradition treu. Palestrina entwickelte hier seinen in Linienführung und Harmonik alten Traditionen verpflichteten Stil (Römische Schule), der auch als Palestrinalstil bezeichnet wird.
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