Lexikon

Kultr

allgemein
die Veränderung der Natur durch menschliche Handlungen und Äußerungen und, darauf beruhend, die Gesamtheit der Lebens- und Arbeitsformen einer menschlichen Gruppe (Volk, Klasse, religiöse Gemeinschaft u. a.). In der Vorgeschichte werden die einzelnen Perioden der Entwicklung des Menschen nach Material und Form der Werkzeuge unterschieden (Stein-, Bronze-, Eisenzeit). Mit der Entwicklung der Frühkulturen, aus denen die Hochkulturen entstanden, verschiebt sich der Sinn des Kulturbegriffs und dehnt sich auf das Ganze der sozialen Einrichtungen, Gebräuche und Lebensordnungen sowie deren Wandel aus. Dieses ist Gegenstand der Kulturgeschichte. Im Zeitalter der Aufklärung kam es zu einer Verengung des Kulturbegriffs, der nun hauptsächlich die Bereiche der Künste und Wissenschaften umfasste, die der bürgerlichen Bildung dienen sollten. Im 19. Jahrhundert wurde Kultur als Gegenkonzept zur Zivilisation gesehen: Kultur diene der inneren, Zivilisation der äußeren Verfeinerung. Seit dem 2. Weltkrieg herrscht ein erweiterter Kulturbegriff vor, der auch die Alltagskultur, die Massen- und Populärkultur miteinbezieht. Durch stärkere Wahrnehmung der Lebensäußerungen und -bedingungen z. B. ethnischer oder religiöser Minderheiten, wird die eurozentristische Auffassung von Kultur zugunsten eines multikulturellen Verständnisses erweitert.
Mit der Bedeutung und Funktion von Kultur beschäftigt sich die Kulturphilosophie. Der heutige spezifisch soziologische Begriff Kultur (soziale Kultur) weicht von den philosophischen und historischen Begriffen ab. Kultursoziologie.
Waldbrand
Wissenschaft

CO2-Emissionen durch Waldbrände nehmen zu

Die Wälder der Welt binden große Mengen CO2 und gelten daher als wichtiger Baustein im Kampf gegen den Klimawandel. Doch Waldbrände gefährden die Funktion der Wälder als CO2-Senke. Eine Studie hat nun die weltweite Waldbrandaktivität seit 2001 ausgewertet und wichtige Einflussfaktoren identifiziert. Demnach stammen die größten...

Kelten
Wissenschaft

Starken Keltinnen auf der Spur

Wenn griechische und römische Gelehrte über Kelten schreiben, betonen sie das ihnen eigenartig erscheinende Auftreten der Frauen. Historiker haben diesen antiken Quellen lange misstraut. Doch genetische Analysen untermauern nun deren Glaubwürdigkeit. von DAVID NEUHÄUSER Die Frauen Galliens gleichen den Männern nicht nur in ihrer...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon