Lexikon

Lusitạnia

englischer Passagierdampfer, 30 396 BRT, wurde wegen seiner Munitionsladung am 7. 5. 1915 durch ein deutsches U-Boot in Gewässern südlich von Irland torpediert und versenkt, wobei 1198 Menschen ertranken, darunter 128 Amerikaner. Die Folge waren mehrere scharfe Proteste der USA, die dazu führten, dass der verschärfte deutsche U-Boot-Krieg im September 1915 in den Gewässern um England eingeschränkt wurde.
Lusitania
Lusitania
Der englischer Passagierdampfer »Lusitania« wurde 1915 durch ein deutsches U-Boot in Gewässern südlich von Irland versenkt.
U-Boot-Krieg provoziert USA
U-Boot-Krieg provoziert USA
Die US-amerikanische Regierung warnte die deutsche Reichsregierung am 12. 2. 1915 in einer Protestnote vor den möglichen Folgen des U-Boot-Krieges, den die deutsche Marineleitung am 2. 2. gegen die Handelsschifffahrt in den Gewässern um Großbritannien begonnen hat. Knapp drei Monate nach dieser Note versenkt ein deutsches U-Boot die "Lusitania". 120 US-Bürger kommen dabei ums Leben. Die USA protestieren erneut in aller Schärfe und erwägen ihr Eingreifen in den Krieg:

Eine Erklärung oder Ausübung des Rechtes, jedes Schiff anzugreifen und zu zerstören, das ein näher umschriebenes Gebiet auf offener See befährt, ohne erst festgestellt zu haben, ob es einer kriegsführenden Nation gehört oder ob seine Ladung Konterbande ist, wäre eine Handlungsweise, die so sehr im Widerspruch mit allen früheren Fällen der Seekriegsführung steht, dass die amerikanische Regierung kaum annehmen kann, das die Kaiserlich Deutsche Regierung im vorliegenden Falle sie als möglich ins Auge fasst. ... Falls die Kommandanten deutscher Kriegsschiffe ... auf hoher See ein amerikanisches Schiff oder das Leben amerikanischer Staatsbürger vernichten sollten, so würde die Regierung der Vereinigten Staaten in dieser Handlung schwerlich etwas anderes als eine unentschuldbare Verletzung neutraler Rechte erblicken können, die kaum in Einklang zu bringen sein würde mit den freundschaftlichen Beziehungen, die jetzt glücklicherweise zwischen den beiden Staaten bestehen."

Wissenschaft

„Spider-Man-Technologie“ entwickelt

Das Fantasy-inspirierte Verfahren zeigt Anwendungspotenzial. © Marco Lo Presti, Tufts University Er kann klebrige Spinnen-Fäden aus seinem Handgelenk abfeuern: Der Comic-Held Spider-Man hat Forschende zur Entwicklung einer raffinierten Technologie inspiriert. Dabei wird ein Strahl aus flüssiger Seide aus einer Düse abgeschossen,...

Winzig und wunderlich: Mit diesem Saphir-Kristall im Zentrum einer Halterung für ein Mikroskop hat ein Team um Matteo Fadel von der ETH Zürich rekordverdächtige Quantenschwingungen gemessen. Sie dauerten allerdings nur einige Hundertstel Sekunden. ©Bilder und Grafik: Matteo Fadel/ETH Zürich
Wissenschaft

Schrödingers Katze wächst

Quantentypische Überlagerungszustände lassen sich nachweisen – nun sogar im Mikrogramm-Bereich. Das ermöglicht neue Tests der Grundlagenphysik.

Der Beitrag Schrödingers Katze wächst erschien zuerst auf ...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon