Lexikon

österreichische Musik

Barock

Die stilistisch besonders von Italien geprägte österreichische Musik des Barock entwickelte war besonders eine von Adel und Bürgertum getragene Auftragskunst. So verpflichteten Fürst Esterházy, Prinz Eugen von Savoyen u. a. führende Künstler ihrer Zeit, die neue Instrumentalmusik schufen wie der Franzose Georg Muffat (Concerti grossi). Spezifisch österreichische Spuren hinterließ Johann Heinrich Schmelzer (* zwischen 1620 und 1623, † 1680) als Begründer einer eigenständigen Geigentradition sowie mit seinen von der Volksmusik inspirierten Tänzen und Balletten. Daneben etablierte sich die aus Italien importierte Gattung der Oper mit Werken von Claudio Monteverdi und Francesco Cavalli. Im sakralen Bereich spiegelte sich die barocke Prachtentfaltung besonders im Orgelbau wider (Egebacher-Orgel in Salzburg). Als kirchenmusikalische Sonderform schufen Antonio Caldara u. a. das Sepolcro. Die zentrale Komponistenpersönlichkeit dieser Epoche war Johann Joseph Fux, dessen Werke die zeitgenössischen Musikstile assimilierten und der als Vertreter des sog. Kaiserstils gilt.
  1. Einleitung
  2. Mittelalter und Renaissance
  3. Barock
  4. (Wiener) Klassik
  5. Romantik
  6. Moderne
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