Lexikon
österreichische Musik
(Wiener) Klassik
Fux’ Schüler Georg Christoph Wagenseil wurde zu einem zentralen Wegbereiter der Wiener Klassik. Wien avancierte nun zur Kulturmetropole ganz Europas, wo mit Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, und Ludwig van Beethoven das sog. Dreigestirn der Wiener Klassik wirkte. Daneben assimilierte Wien als kultureller Schmelztiegel weiterhin italienische, aber auch slawische und ungarische Einflüsse aus den Nachbarländern. So beeinflusste die neapolitanische Oper die Bühnenwerke von Karl Ditters von Dittersdorf, dem Wegbereiter des deutschen Singspiels wurde, das mit Mozarts „Entführung aus dem Serail“ und der „Zauberflöte“ eine erste Blüte erlebte. Die Entwicklung einer eigenen deutsch(sprachig)en Musikkultur ist schließlich untrennbar verbunden mit der von Joseph II. vorangetriebenen und von Christoph Willibald Gluck verwirklichten Opernreform.
Im Zentrum der Wiener Klassik stand jedoch die Instrumentalmusik; hier avancierten durch die Entwicklung der Sonatenform Sinfonie und Streichquartett zu führenden Gattungen, die vor allem von Mozart, Haydn und Beethoven (als Wegbereiter der Romantik) geprägt wurden. In ihrem Umfeld wirkten u. a. die böhmischen Komponisten Johann Baptist Vaňhal (* 1739, † 1813) und Franz Krommer sowie Ignaz Pleyel, Michael Haydn und der Italiener Antonio Salieri. Als wichtige kammermusikalische Gattung entwickelte sich das Klavierlied, das bei Franz Schubert seine erste Blüte erlebte. Parallel dazu begann mit Oberst Franz von der Trenck die Geschichte der österreichischen Militärmusik, deren Traditionen bis heute gepflegt werden.
- Einleitung
- Mittelalter und Renaissance
- Barock
- (Wiener) Klassik
- Romantik
- Moderne
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