Lexikon
österreichische Musik
Romantik
Das Virtuosentum der Romantik brachte Komponisten und gefeierte Solisten wie Johann Nepomuk Hummel und Ignaz Moscheles hervor. Als überragender Liedschöpfer der Spätromantik mit einer expressiven Tonsprache gilt Hugo Wolf. Die Oper wurde u. a. von Karl Goldmark gepflegt, der den Stil der großen französischen Oper mit Einflüssen von Richard Wagner verband. Gleichzeitig erlebte mit Gioacchino Rossini die italienische Oper in Wien ein Comeback. Vor dem Hintergrund der Metternich’schen Restaurationspolitik blühte die Hausmusik mit einem reichhaltigen Repertoire an Sonaten, Trios und Quartetten. Als volkstümliches Pendant dazu entstand mit den Polkas, Mazurkas und Walzern Joseph Lanners, Carl Michael Ziehrers und vor allem Johann Strauß mit seinen Söhnen eine spezifisch österreichische Unterhaltungsmusik – parallel zur Kunst der Brüder Schrammelund den Operetten von Franz von Suppè, Johann Strauß (Sohn) und Franz Lehár. In der Gattung der Sinfonie spannt sich der Bogen von Johannes Brahms bis Anton Bruckner und Gustav Mahler, die derselben den Weg ins 20. Jahrhundert wiesen. Die nationale Emanzipierung im Vielvölkerstaat Österreich symbolisieren Komponisten wie Bedřich Smetana oder Antonín Dvořák.
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Die letzte Revolution – und die nächste
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