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LEXIKON

rumänisch-orthodxe Kirche

Patriarchat von Rumänien
gehört zu den orthodoxen Kirchen des Ostens und umfasst das Patriarchat von Bukarest, mit 5 Metropolien und 15 Eparchien; sie folgt dem byzantinischen Ritus mit der Liturgiesprache Rumänisch. Oberhaupt ist Seine Seligkeit Daniel I. Ciobotea (* 1951), ab 2007 Patriarch der orthodoxen rumänischen Kirche, Verweser von Kaisaraia in Kappadokien, Metropolit der Ungro-Walachei und Erzbischof von Bukarest mit Sitz in Bukarest. Die rumänisch-orthodoxe Kirche bildet mit rund 19,8 Mio. Gläubigen in Rumänien, Westeuropa und Nordamerika die (nach der russischen ) zweitgrößte orthodoxe Kirche.
Unter den überwiegend slawisch-orthodoxen Christen des Balkans wurden die Rumänen zunächst lateinisch durch römische Soldaten missioniert, übernahmen dann aber das orthodoxe Christentum der Bulgaren und erhielten im 14. Jahrhundert Metropolitansitze (zum Teil unter griechischen Bischöfen) durch das Patriarchat von Konstantinopel in den Fürstentümern Walachei und Moldau. Der Metropolit der Walachei residierte bis 1517 in Curtea de Arges, bis 1668 in Targoviste und danach in Bukarest. Der Metropolitansitz von der Moldau ab 1402 in Suceava und ab dem 17. Jahrhundert in Jassi. Aus deren Vereinigung entstand 1859 die rumänisch-orthodoxe  Kirche, die von Konstantinopel 1885 als autokephal anerkannt wurde und sich 1925 in dem um Siebenbürgen, der Bukowina, Bessarabien und einem Teil des Banats erweiterten rumänischen Staatsgebiet als Patriarchat neu organisierte.
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