Lexikon
sehen
die Fähigkeit, Lichtreize aufzunehmen und die in ihnen enthaltenen Informationen über die Umwelt zu erkennen und zu verstehen, um mit adäquatem Handeln reagieren zu können. Voraussetzung hierfür ist ein optisches System, das optische Reize in Form von Lichtintensität und Wellenlänge in Helligkeit bzw. Farbe umwandeln und den entsprechenden Objekten zuordnen kann. Zwei Augen ermöglichen ein binokulares Sehen und damit ein Erfassen räumlicher Tiefe. Der Vorgang des Sehens ist insbesondere bei höheren Säugetieren und beim Menschen außerordentlich komplex. Er beginnt mit der optischen Abbildung des Gegenstandes auf der Netzhaut, bedarf der Umwandlung der optischen Reize in Nervenimpulse und deren Weiterleitung in die Großhirnrinde des Gehirns, wo erst die notwendigen Bewusstseins- und Erkenntnisprozesse ablaufen. Wie die Umsetzung der physiologischen Vorgänge in Erkennen und Verstehen sowie in adäquate Handlungsabläufe erfolgt, ist noch weitgehend ungeklärt.
Im Tierreich sind verschiedene optische Systeme verwirklicht, die mit zunehmender Organisationshöhe immer komplexer und leistungsfähiger werden (Lichtsinnesorgane) bis hin zu den Linsenaugen der Kopffüßer und der Wirbeltiere einschließlich des Menschen (Auge).
Wissenschaft
In Pilz gepackt
Aus Pilzgeflecht und Pflanzenresten haben Materialforscher einen neuen nachhaltigen Werkstoff entwickelt. Er kann so manches herkömmliche Material ersetzen. von RAINER KURLEMANN Es ist ein Traum für Verfahrensingenieure: Man stelle eine Schale bei warmen Sommertemperaturen in einen dunklen Raum – und fünf bis sechs Tage später...
Wissenschaft
Kafkas Schloss als Atom
In dieses Jahr fällt der 100. Todestag von Franz Kafka, der in den Medien ausführlich gefeiert wird. Hier soll es riskiert werden, den Dichter in Verbindung mit der Naturwissenschaft zu sehen, auch wenn das zunächst wenig Erfolg zu versprechen scheint. Es soll um den unvollendeten Roman „Das Schloss“ gehen, der in den frühen...