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LEXIKON

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die Fähigkeit, Lichtreize aufzunehmen und die in ihnen enthaltenen Informationen über die Umwelt zu erkennen und zu verstehen, um mit adäquatem Handeln reagieren zu können. Voraussetzung hierfür ist ein optisches System, das optische Reize in Form von Lichtintensität und Wellenlänge in Helligkeit bzw. Farbe umwandeln und den entsprechenden Objekten zuordnen kann. Zwei Augen ermöglichen ein binokulares Sehen und damit ein Erfassen räumlicher Tiefe. Der Vorgang des Sehens ist insbesondere bei höheren Säugetieren und beim Menschen außerordentlich komplex. Er beginnt mit der optischen Abbildung des Gegenstandes auf der Netzhaut, bedarf der Umwandlung der optischen Reize in Nervenimpulse und deren Weiterleitung in die Großhirnrinde des Gehirns, wo erst die notwendigen Bewusstseins- und Erkenntnisprozesse ablaufen. Wie die Umsetzung der physiologischen Vorgänge in Erkennen und Verstehen sowie in adäquate Handlungsabläufe erfolgt, ist noch weitgehend ungeklärt.
Im Tierreich sind verschiedene optische Systeme verwirklicht, die mit zunehmender Organisationshöhe immer komplexer und leistungsfähiger werden (Lichtsinnesorgane) bis hin zu den Linsenaugen der Kopffüßer und der Wirbeltiere einschließlich des Menschen (Auge).
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