Lexikon
Tschechische Republik
Přemysliden und Luxemburger
Im 9. Jahrhundert entstand in der Region das Großmährische Reich. Nach dessen Untergang im 10. Jahrhundert trat Böhmen unter der Führung der Přemysliden in ein enges Verhältnis mit dem Heiligen Römischen Reich. Sie erhielten 1198 die erbliche Königswürde. Im 13. Jahrhundert kamen viele deutsche Siedler ins Land. Unter den Luxemburgern, die nach dem Aussterben der Přemysliden das Königreich Böhmen beherrschten, ragte Kaiser Karl IV. (1355–1378) heraus. Unter seiner Herrschaft wurde 1348 die Universität Prag gegründet. Anfang des 15. Jahrhunderts erschütterte eine durch den Reformator Jan Hus (1370–1415) ausgelöste Welle religiöser Unruhen das Land. Die bald nach seiner Hinrichtung einsetzenden Hussitenkriege (1419–1436) hatten neben ihrem religiösen auch einen nationalen Hintergrund.
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