Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Daten

Da|ten
I.
Pl. von
Datum
II.
Pl.
1.
Angaben, Informationen (über eine Person, einen Vorgang usw.);
jmds. D. speichern; einige D. aus dem Leben einer berühmten Persönlichkeit
2.
EDV
für einen Computer aufbereitete, geordnete Informationen;
Sicherung der Daten auf CD
[< 
engl.
data
in ders. Bed.]
Daten:
Das Grundwort für zahllose Begriffe des Computerzeitalters kommt aus dem Lateinischen. Das
datum
ist das „Gegebene“ („dare“ = geben), und zwar nicht nur ein bestimmter Zeitpunkt im Kalender. Der eingedeutschte Plural
Daten
(die korrekte lateinische Form lautet
data
) wurde seit dem 18. Jahrhundert vor allem in der Wissenschaft benutzt, um „gegebene Größen“ zu bezeichnen, also Informationen zu einem Thema bzw. Grundlagen zur Lösung einer Aufgabe. Das deutsche
Daten
entspricht auch dem englischen
data
.
Seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts gibt es den Begriff der
Datenverarbeitung
(Abkürzung: DV) für die elektronische Speicherung, Übertragung und Veränderung von Daten. Eine
Datenbank
ist ein Ort zur Speicherung von Informationen. Für die
Datennetze
, auf denen Daten aller Art übertragen werden können, hat sich seit den neunziger Jahren die Bezeichnung
Datenautobahn
eingebürgert. Im Internet hinterlässt man beim Surfen eine
Datenspur
. Das englische Lehnwort
DataMining
(
data
+
mine
„Bergwerk“) bezeichnet das Filtern von Computerdaten, um sie kommerziell, zum Beispiel für Versandhäuser, nutzbar zu machen.
Datenklau
nennt man umgangssprachlich das Ausspionieren persönlicher Daten von Internetbenutzern durch
DatenPiraten
. Durch
Datenschutz
soll dagegen der Missbrauch persönlicher Daten eines Benutzers durch entsprechende rechtliche Regelungen verhindert werden.
Aubrits, Granit
Wissenschaft

Gefallen, gefunden, gedeutet

Meteoriten landen nicht nur auf der Erde – sondern manchmal auch im Museum. Wie werden sie gefunden und untersucht? Was verraten sie über den Ursprung des Sonnensystems? Text: KAI DÜRFELD – Fotos: ANTJE KRAEMER An jenem kalten Januarmorgen bot sich für den unbedarften Betrachter ein recht sonderbarer Anblick. Da liefen Männer und...

Photovoltaikanlagen, Wetter
Wissenschaft

Wenn das Wetter das Netz beutelt

Je mehr elektrische Energie aus regenerativen Quellen wie Sonne und Wind erzeugt wird, desto anfälliger wird die Stromversorgung für kurzfristige Wettererscheinungen. Daher arbeiten die Forscher an immer präziseren und möglichst kleinräumigen Prognosen. von TIM SCHRÖDER Normalerweise lässt der Leuchtturm „Alte Weser“ weiße, rote...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Bereich Gesundheit A-Z