Sternschnuppen-Regen: Die Geminiden kommen!
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Sternschnuppen-Regen: Die Geminiden kommen!

Foto: Foto: Whgler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Es regnet Sternschnuppen: In den kommenden Nächten lohnt trotz Kälte ein Blick in den Himmel. Denn einer der spektakulärsten Meteorschauer des Jahres erreicht am Morgen des 14. Dezember seinen Höhepunkt. Mehr als hundert Sternschnuppen pro Stunde kann es dabei regnen, darunter besonders viele hell leuchtende "Feuerbälle". Sie sind selbst an helleren Standorten noch gut zu sehen.

Die Geminiden gehören zu den ergiebigsten unter den jährlichen Sternschnuppen-Regen – und zu den spektakulärsten. Denn typisch für diesen Meteorschauer sind vielen hellen, gelblich-weiß leuchtenden Meteore, die selbst an nicht ganz so dunklen Standorten sichtbar sind. Schon in den Tagen vor dem Höhepunkt des Meteorschauers steigt die Menge der über den Himmel rasenden Sternschnuppen deutlich an.

"Die Geminiden sind einer der beiden besten Meteorschauer des Jahres", erklärt Alan MacRobert vom Sky & Telescope Magazin. "Manchmal sind sie sogar noch eindrucksvoller als die besser bekannten Perseiden im August." Rund 100 Sternschnuppen pro Stunde könnten in diesem Jahr zu sehen sein.

Warum der Meteorschauer Geminiden heißt

Scheinbarer Ausgangspunkt der Sternschnuppen ist bei den Geminiden das Sternbild der Zwillinge – nach seinem lateinischen Namen "Gemini" ist der Meteorschauer daher benannt. Dieses Sternbild geht im Dezember schon früh am Abend auf und steht dann die ganze Nacht relativ hoch am Himmel – beste Bedingungen für das Sternschnuppen-Schauen. Denn den Großteil der Nacht verteilen sich die Meteore über den gesamten Nachthimmel.

Weil die Meteore des Geminiden-Schauers relativ langsam fliegen, können gerade die helleren von ihnen einige Minuten am Himmel ihre Leuchtspur ziehen. Am Abend, wenn die Zwillinge noch nahe am Horizont stehen, ist ihre Bahn dabei fast waagegerecht. Die Sternschnuppen entstehen, weil die Erde zurzeit durch eine Wolke aus Staub und erbsengroßen Steinbröckchen fliegt. Diese kleinen Partikel rasen durch die obere Erdatmosphäre und verglühen dabei – als Sternschnuppen.

Höhepunkt am 14. Dezember morgens

In diesem Jahr liegt das Maximum der Geminiden am Morgen des 14. Dezember gegen 07:30 Uhr. Aber schon in den Nächten davor und in der Nacht zum 15. Dezember lohnt sich der Blick an den Himmel. Denn typischerweise steigen die Sternschnuppenraten zum Maximum hin langsam an. Die meisten besonders großen und hellen Meteore fallen zudem sogar erst direkt nach dem Höhepunkt des Geminiden-Schauers. Denn erst dann passiert die Erde den Teil der Staubwolke mit den größeren Partikeln.

Die Wetteraussichten sind trotz des momentan eher schmuddeligen Winterwetters gar nicht so schlecht: Laut den Meteorologen liegen die Chancen auf einen klaren Nachthimmel in den nächsten Tagen für Deutschland bei rund 50 Prozent. Und selbst wenn es bewölkt ist, soll es immer wieder Wolkenlücken und wenig Regen geben.

Tipps zur Sternschnuppen-Beobachtung

Den Meteorschauer zu beobachten erfordert zwar warme Kleidung, ist aber ansonsten nicht schwer, denn viele Geminiden-Sternschnuppen sind besonders hell. Selbst von städtischen, lichtverschmutzten Standorten kann man daher immerhin ein paar dieser Meteore sehen. Der Mond stört in diesem Jahr nur wenig, weil er erst gegen 04:00 Uhr morgens aufgeht und dann nur eine schmale Sichel von ihm beleuchtet ist.

"Suchen Sie sich einen Ort mit freier Sicht zum Himmel und keinen gleißenden Lichtern in der Nähe", rät MacRobert. "Man sieht mehr Sternschnuppen, wenn man seinen Augen mindestens 20 Minuten Zeit gibt, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen." Weil die Geminiden über den Himmel verteilt sind, ist es sinnvoll, nicht nur auf das Sternbild Zwillinge zu sehen, sondern sich eher einen besonders dunklen Bereich des Himmels zu suchen – meist ist dies direkt über einem.

Der Auslöser: Asteroid statt Komet

Die Geminiden sind eine Besonderheit unter den Meteorschauern. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Sternschnuppen-Regen hat er seinen Ursprung nicht im Staubschweif eines Kometen. Stattdessen ist sein Urheber der rund fünf Kilometer große Asteroid 3200 Phaeton. Ihn haben die Astronomen erst 1983 entdeckt haben. Der steinige Brocken umkreist die Sonne in einer elliptischen Bahn, die ihn all 1,43 Jahre der Sonne extrem nahe bringt – so nah wie keinen anderen bekannten Asteroiden.

Das bleibt nicht ohne Folgen: Die enorme Hitze der Sonne lässt das Gestein des Asteroiden reißen und zerbrechen. Bei jeder Passage lösen sich daher Staub und kleine Trümmerteile aus seiner Oberfläche. Wer ein gutes Teleskop besitzt, kann Phaeton in diesem Jahr sogar beobachten. Denn der Asteroid passiert momentan den erdnächsten Punkt seiner Flugbahn. Am besten zu sehen ist er in der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember.

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