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Wie beliebt ist Butter bei den Deutschen?

Butter gehört für viele Menschen nach wie vor zu einem gelungenen Frühstück. Ein noch warmes Brötchen vom Bäcker schmeckt oft einfach viel besser, wenn Butter statt Margarine aufgestrichen wird. French Toast funktioniert fast nur mit Butter und Kräuterbutter hat den Begriff bereits im Wort. Aber wofür wird Butter eigentlich meistens genutzt und wie beliebt ist sie hierzulande noch?

Butter
Butter ist nach wie ein sehr beliebtes Lebensmittel in Deutschland – sie bietet sehr vielfältige Verwendungsmöglichkeiten.

Sorin Gheorghita / unsplash.com

Wofür wird Butter gerne verwendet?

Wie anfangs erwähnt, ist die Butter auf vielen Frühstückstischen ein Must-have. Wer im Hotel frühstückt, erhält die kleinen Butterpäckchen ebenso wie im Café. Butter gilt als köstlicher Alleskönner, wenngleich es auch Einschränkungen gibt. Ein Überblick:

  • Kalte Küche – ob als Kräuterbutter oder auf dem Brot und Brötchen: Viele Menschen schätzen den Geschmack von Butter unter Aufschnitten und Aufstrichen sehr und ziehen die Butter anderen Streichfetten vor.

  • Backen – viele Rezepte basieren auf Butter. Selbst Backmischungen sehen Butter als Zusatz im Teig vor. Beim Plätzchenbacken ist sie gleichfalls anzufinden, zumal mit Butter auch fetthaltige Anstriche von Plätzchen und Gebäck gefertigt werden.

  • Braten – selbst beim Braten wird Butter verwendet, wenngleich hier klar zu Butterschmalz oder anderen, speziellen Bratprodukten zu raten ist. Da Butter einen recht niedrigen Rauchpunkt hat, verbrennt sie in der Pfanne rasch, was wiederum zu schädlichen Stoffen führt.

Vielfach findet sich Butter auch in Marinaden und Panaden. Sie ist ein echter Alleskönner, wobei die Schwachstellen – schwache Kälte- und Hitzeeigenschaft – nicht verschwiegen werden können.&

Was ist Weidebutter?

Weidebutter stammt praktisch von der Wiese. Sie wird aus der Milch echter Weiderinder hergestellt und profitiert somit von der besonderen Nahrungsgrundlage der Tiere:

  • Inhaltsstoffe - der Anteil an Beta-Carotin, Vitaminen und auch Omega-3-Fettsäuren ist in der Weidebutter besonders hoch. Gerade die wichtigen Omega-3-Fettsäuren machen diese Butter zu einem deutlich hochwertigeren Lebensmittel. 

  • Möglichkeiten - mittlerweile gibt es viele Anbieter, die Weidebutter anbieten. Wichtig ist, genau hinzuschauen, denn bei dieser Butter gilt teils dieselbe Devise wie bei der Kennzeichnung mit »Alpenmilch«. Kurzum: Es gibt nicht ausreichend Alpenmilchkühe, um allein die Schokolade herzustellen. Der Prozentsatz der genannten Milch ist in dem Endprodukt somit sehr gering.

Um echte Weidebutter herzustellen, wird also Platz benötigt. Die Milchkühe können nicht in Ställen eingepfercht leben, denn das wäre wiederum keine echte Weidemilchkuh. Schon aus diesem Grund hat die Butter Kerrygold einen echten Standortvorteil. Irland bietet ausreichend natürliche Weideflächen und gewährleistet somit, dass in der Butter auch die Weidemilch enthalten ist, die genannt wird.

Ein großer Vorteil der echten Weidemilchbutter ist zudem, dass sie sich nicht wie normale Butter verhält. Jeder kennt das Problem: Wird vor dem Frühstück die Butter nicht rechtzeitig aus dem Kühlschrank entnommen, steht auf dem Tisch praktisch ein Pflasterstein. Weidebutter wie von Kerrygold bleibt auch bei kühlen Temperaturen streichfähig und erlaubt es somit, selbst auf warmen Toastscheiben oder Brötchen genutzt zu werden, ohne dass das Brot beim Streichen zerstört wird.

Was enthält Butter?

Butter ist nicht gleich Butter. Wer jemals mit seiner Großmutter in der Küche gestanden und sie beim Sahneschlagen beobachtet hat, kennt garantiert die Aussage: Jetzt ist die Sahne schon wieder zu Butter geworden. In der Tat, aus haushaltsüblicher Schlagsahne lässt sich eine butterähnliche Masse schlagen. Das ist natürlich nicht die Butter, die im Kühlregal auf Kunden wartet, doch auch sie kann auf das Brot geschmiert werden. Aber was ist Butter?

  • Inhaltsstoffe - Fett, Eiweiß, Milchzucker, Mineralstoffe und Wasser. Das ist das Kernrezept einer jeden Butter. Vollfettbutter bietet mindestens 80 Prozent Fett und einen geringen Wasseranteil. Der niedrige Wasseranteil macht solche Butter übrigens auch bei kalten Temperaturen streichfähig.

  • Nährstoffe - Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente fehlen der Butter natürlich nicht. Ihr Anteil hängt von der gewählten Art der Butter ab. Normale Butter hat einen geringen hochwertigen Nährstoffanteil als Weidebutter.

  • Streichfähigkeit - sie hängt vom Wasser- und Fettsäurenanteil ab. Hochwertige Butter, wie die von Kerrygold, hat einen sehr hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, was sich positiv auf das Streichverhalten der Butter auswirkt. Man kann also sagen, dass eine Butter, die selbst aus dem Kühlschrank kommt und streichfähig ist, hochwertiger ist.

Abseits der natürlichen Inhaltsstoffe kann der Butter noch Salz oder auch andere Mineralien beigefügt werden. Der Begriff »Butter« ist tatsächlich geschützt, weshalb Produkte, die nicht unter die »Butternorm« fallen, oft als Streichfette bezeichnet werden oder alternative Bezeichnungen verwenden. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Kräuterbutter den Maßstäben einer Butter entspricht, doch mit Kräutern oder Gewürzen versehen ist.

Viele Menschen fragen sich, wie sie Butter eigentlich aufbewahren sollen. Bei vielen Großeltern stand die Butter stets abgedeckt im Schrank, doch ist das richtig? Früher war das im Regelfall möglich, da die Räume selten stark aufgeheizt waren. Im Regelfall gilt aber, dass Butter jeglicher Art nicht über 20 Grad Celsius gelagert werden sollte. Der Platz im Kühlschrank ist somit sinnvoll. Übrigens lässt sich Butter auch einfrieren. Gut durchgekühlt bei mindestens minus 18 Grad bleibt sie etliche Monate lang frisch, allerdings sollte sie nach dem Auftauen zeitnah konsumiert werden. Sollte die eingefrorene Butter Verfärbungen aufweisen, ist sie zu entsorgen. Milchprodukte können nämlich trotz niedrigen Temperaturen im Gefrierschrank verderben. Zum Auftauen sollte aus diesem Grund auch der Kühlschrank genutzt werden.

Kuhweide
Echte Weidebutter hat ein deutlich günstigeres Verhältnis an Fettsäuren.

Marian Brandt / Unsplash.com

Fazit – ein Highlight in der Küche 

Das frische Brötchen oder die heiße Scheibe Toast schmeckt einfach anders, wenn wirklich Butter aufgestrichen wird. Streichzarte Buttersorten wie die Weidebutter aus Irland erleichtern dabei die Vorbereitung, denn sie lassen sich selbst gekühlt noch hervorragend aufstreichen. Dabei können natürlich Buttersorten auch anderweitig in der Küche verwendet werden. Einzig bei den gesalzenen Sorten ist ein wenig Vorsicht geboten: Gesalzene Butter schmeckt weder auf dem Nutellabrot oder im Milchreis.

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