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Gap Year: Zeit für Reisen und gute Taten

Freiwilligenarbeit im Ausland ist bei Schulabgängern beliebt. Aber nicht jedes Projekt hilft wirklich.

Nach dem Abi kommt die Lücke: Bis zum Beginn von Studium oder Ausbildung gilt es meist, einige Monate zu überbrücken. Damit aus der Zeit keine Lücke im Lebenslauf wird, hat sich das Gap Year – das „Lückenjahr“ – etabliert, auch wenn das gar nicht immer ein ganzes Jahr umfasst. Gemeint ist eine möglichst sinnvolle Tätigkeit, die den zeitlichen „gap“ füllt – zum Beispiel ein Freiwilligeneinsatz im Ausland, denn da kommt auch die Reiselust nicht zu kurz. Aber die Palette der Volunteerdienste ist groß, die Qualitätsunterschiede sind es auch. Während die Teilnehmer staatlich geförderter Freiwilligendienste in die Entwicklungszusammenarbeit hineinschnuppern sollen, sind kommerzielle Voluntourism-Anbieter vor allem daran interessiert, dass der Aufenthalt in einem Entwicklungsland für ihre zahlenden Kunden zum nachhaltigen Erlebnis wird.

Voluntourism: Reisen und Helfen

Kinder aus Nordnigeria
Kurzzeiteinsätze von Freiwilligen schaden Heimkindern mehr als sie nutzen
„Du sprichst mit einem Mädchen, von dem Du weißt, dass es schwer misshandelt wurde. Du kannst den Kummer in ihren Augen sehen, doch Du merkst auch, wie gut ihr die Zeit tut, die Du ihr widmest.“ – so beginnt der Werbetext des kommerziellen Reiseanbieters Travelworks für ein Freiwilligenprojekt in einem südafrikanischen Waisenhaus. Ab drei Wochen ist der ehrenamtliche Einsatz zu buchen, 35 Wochenstunden sollen die Volunteers dort arbeiten.

Neben sozialen Projekten stehen auch Freiwilligenstellen im Tier- oder Umweltschutz zur Wahl, etwa in der Löwenaufzucht oder im Schildkrötenschutz.

Staatliche Förderung gibt es für diese Art der Freiwilligenarbeit nicht, der Aufenthalt kostet ab 700 Euro für drei Wochen, Unterkunft und Essen inklusive. Den Flug müssen die Teilnehmer zusätzlich selbst bezahlen. Dafür sind außer ein paar Englischkenntnissen keine Vorkenntnisse nötig, und im Gegensatz zu den staatlich geförderten Diensten erhält jeder einen Platz.

 

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von wissen.de-Redakteurin Alexandra Mankarios, Januar 2013
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