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Chance: Augen Lasern

Alle wichtigen Fakten im Überblick

Bei zunehmendem Alter wird die Sehleistung oft immer schlechter. Allerdings haben auch viele jüngere Menschen bereits eine Sehschwäche. Laut einer aktuellen Studie des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen aus dem Jahr 2019 steigt der Anteil der Brillenträger in Deutschland stetig an. Insgesamt tragen in Deutschland rund 66,6 Prozent der Menschen ständig oder gelegentlich eine Brille. Allerdings werden Sehhilfen wie Brillen oder Kontaktlinsen im Alltag häufig als eine Last empfunden, beispielsweise beim Sport. Hier gibt es jedoch eine Lösung, die Betroffene entlasten kann. Das Lasern der Augen ermöglicht ein Leben ohne Sehhilfe. Eine solche Behandlung geht schnell und kann Fehlsichtigkeiten zwischen -12 und +6 Dioptrien beheben. Auch Augenerkrankungen können mit dem Laser angegangen werden. Allerdings sind Risiken und Nebenwirkungen nicht zu 100 Prozent auszuschließen.

Symbolbild Augen-OP
Das Lasern der Augen ist mittlerweile zu einem Standard-Eingriff geworden.

Augen lasern lassen bei Fehlsichtigkeiten & Augenerkrankungen

Einen klaren Durchblick verspricht das Augen Lasern. Was vor einigen Jahren noch ein viel gefürchteter Eingriff war, ist mittlerweile eine sehr einfache Prozedur, die schon zum Standard geworden ist. Der einfache und schmerzfreie Eingriff macht Brillen und Kontaktlinsen komplett überflüssig.

In den meisten Fällen verläuft das Lasern der Augen ohne großes Risiko und Nebenwirkungen. So kann das scharfe Sehen wieder ermöglicht werden. Außerdem dauert der Eingriff nicht länger als ein paar Minuten. Je nach Ausgangssituation der Patienten gibt es jedoch unterschiedliche Methoden.

Kurzsichtigkeit

Bei einer Kurzsichtigkeit wird in der Nähe scharf gesehen. Dinge in der Ferne erscheinen verschwommen. Kurzsichtigkeit oder Myopie ist die am häufigsten vorkommende Fehlsichtigkeit in Deutschland, mit 25 Prozent der Bevölkerung. Durch das Lasern der Augen wird die zu starke Brechkraft des Auges korrigiert. Der Eingriff kann dabei auf drei Arten erfolgen. Bei einer kann eine zusätzliche Linse ins Auge eingesetzt werden. Die Eingriffe selbst dauern dabei nicht länger als 10 bis 20 Minuten.

Weitsichtigkeit

Im Gegensatz zur Kurzsichtigkeit, wird bei der Weitsichtigkeit in der Ferne scharf gesehen. Dinge in der Nähe erscheinen verschwommen. Vor allem das Lesen wird hierdurch im Alltag zu einer großen Herausforderung. Ab einem bestimmten Weitsichtigkeit und dem Nachlassen der Akkommodation kann das Bilad in der Ferne ebenfalls unscharf werden.

Auch hier werden wieder drei verschiedene Möglichkeiten des Laserns angeboten, um die Brechkraft der Augen anzupassen, die jedoch vom Grad und der Art der Weitsichtigkeit abhängig sind.

Hornhautverkrümmung

Die Verkrümmung der Hornhaut wird auch Astigmatismus genannt. Dadurch kann Licht, das ins Auge einfällt nicht als scharfer Brennpunkt im Zentrum der Netzhaut fokussiert werden. Bei leichteren Ausprägungen fällt die Krümmung der Hornhaut kaum auf. Bei stärkeren Ausprägungen sollte der Astigmatismus jedoch behandelt werden, denn man sieht alles eher unscharf und verschwommen.

Mit einer Laserbehandlung gehören diese Probleme jedoch der Vergangenheit an. Je nach Ausprägung der Hornhautverkrümmung kommen zwei Laser-Techniken in Frage.

Altersweitsichtigkeit

Mit dem Alter kann die Sehkraft abnehmen. Vor allem in der Nähe funktioniert das Sehen nicht mehr so gut. Mit einer entsprechenden Laserbehandlung lässt sich die ursprüngliche Seh- und Brechkraft des Auges wiederherstellen. Hier kommen die gleichen Behandlungsmethoden wie bei der regulären Weitsichtigkeit zur Anwendung.

Grauer Star

Es handelt sich hierbei um eine der häufigsten Augenerkrankungen. Dabei sehen Patienten alles durch einen grauen und milchigen Schleier. Von der Erkrankung ist die Linse betroffen. Die wird im Rahmen der Laserbehandlung durch eine neue Kunstlinse ersetzt. Nach der Behandlung kann die Sehkraft wieder bis zu 100 Prozent hergestellt werden.

Grüner Star

Ebenfalls sehr weit verbreitet ist der grüne Star. Mit der Behandlung sollte nicht zu lange gewartet werden, da ein Fortschreiten zur vollkommenen Erblindung führen kann. Zur Behandlung stehen je nach Fortschritt der Krankheit drei verschiedene Möglichkeiten der Laser-Techniken zur Wahl.

Voruntersuchung und Beratungsgespräch

Wenn man sich aufgrund einer Sehschwäche oder einer Augenerkrankung die Augen lasern zu lassen, sind eine detaillierte Voruntersuchung und ein informatives Beratungsgespräch Pflicht. Beides dient der Findung der geeigneten Behandlungsmethode, da die, je nach Art der Beschwerden, variieren kann.

Außerdem muss zunächst die Eignung festgestellt werden, denn nicht jede Person ist für das Augen Lasern geeignet. Hier kommt man jedoch nicht um eine ausführliche Beratung durch professionelle und erfahrene Fachärzte herum.

Bei der Voruntersuchung wird die Beschaffenheit der Hornhaut, der Augendruck und die Netzhaut untersucht. Auf diese Weise wird dann festgestellt, welche Operationsart mit dem Laser die beste für den Patienten ist und wie hoch die Kosten hierfür ausfallen.

Nur so findet man die richtige Behandlung für sein Augenleiden.

Risiken und Nebenwirkungen

Wie jeder Eingriff am Körper ist auch das Lasern der Augen nicht komplett ohne Risiken und Nebenwirkungen. Allerdings sind die Ärzte, die solche Behandlungen so routiniert, dass ungewünschte Nebenwirkungen auf ein Minimum reduziert werden.

Gerade nach der Behandlung können die Augen leicht brennen und empfindlich gegen Licht sein. Innerhalb von drei Wochen sollten die meisten Beschwerden jedoch abgeklungen sein, nach drei Monaten ist das Auge dann komplett geheilt.

Zur Abklärung der Risiken dient ebenfalls das Beratungsgespräch sowie die Voruntersuchung. Denn die Komplikationen können von Patient zu Patient unterschiedlich gestaltet sein.

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