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Das Viktorianische Zeitalter beginnt

Viktoria besteigt in England den Thron

Mit dem Tod des kinderlosen Königs Wilhelm IV. am 20. Juni 1837 endet die Personalunion zwsichen Großbritannien und Hannover: Im Königreich Hannover - wo das weibliche Erbrecht nicht gilt - folgt ihm sein absolutistisch gesinnter Bruder Ernst August II. (1771 bis 1851), in England besteigt seine Nichte Viktoria den Thron.

Die am 24. Mai 1819 in London geborene Viktoria ist eine Tochter des Herzogs Edward von Kent (eines Sohnes von Georg III.) und der Prinzessin Viktoria von Sachsen-Coburg-Gotha. Durch ihr persönliches Vorbild und ihren puritanischen Lebenswandel vermochte sie der Krone wieder das Ansehen zu verschaffen, welches ihre Vorfahren aus dem Hause Hannover verspielt hatten.

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Königin Viktoria

In der Ära der Königin Viktoria wird das Ansehen des britischen Königshauses deutlich gestärkt. Großbritannien steigt zur bedeutendsten Wirtschaftsmacht auf.

Politisch stand sie zunächst unter dem Einfluss des liberalen Premierministers William Lamb Viscount Melbourne (1834 und 1835 bis 1841), den größten Einfluss auf die Königin gewann jedoch Prinz Albert von Sachsen-Coburg-Gotha. Am 15. Oktober 1839 verlobte sich die 20-Jährige mit ihrem gleichaltrigen Vetter, am 10. Februar 1840 erfolgte die glanzvolle Hochzeit in London - eine Liebesheirat, auch im 19. Jahrhundert noch höchst ungewohnt in Adelskreisen.

Der vielseitig gebildete, aus der liberal-konstitutionellen Tradition des Hauses Coburg stammende Prinz Albert, beriet sie geschickt und prägte dabei ihren Regierungsstil. Ihre zunächst einseitige Parteinahme für die Whigs gab die Königin auf und nahm vor allem wegen der parteipolitischen Zersplitterung im Parlament immer wieder Einfluss auf die Regierungsbildung.

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