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Der Käfer - von Porsche?

Der Käfer war die Idee eines anderen

Ferdinand Porsche gilt als einer der herausragendsten Ingenieure der deutschen Automobilindustrie. Ihm verdanken wir den Kompressormotor des Mercedes SSK, das Lohner-Porsche Elektromobil, den Radnabenelektromotor und die Drehstabfederung - nicht aber den VW Käfer. Zwar gilt Ferdinand Porsche gemeinhin als Vater des über viele Jahrzehnte meistverkauften Automobils der Welt. Doch stammten die Entwürfe zu dem kugeligen Gefährt mit stromlininenförmiger Karosserie aus der Feder eines anderen: Béla Barényi war erst 18, als er die ersten Pläne seines "Volkswagens" auf Papier brachte. Bis zu seinem Tod konnte er nicht verhindern, dass es Ferdinand Porsche war, der die Lorbeeren für seine Erfindung erntete. Lesen Sie mehr dazu in Teil 3 unseres Spezials "Fremde Federn".

Ferdinand Porsche hat "kein Interesse"

 

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Ferdinand Porsche erhielt für seinen KdF-Wagen Millionen von den Nazis

Der technisch solide und preiswerte erste Volkswagen wird 1938 anlässlich der Grundsteinlegung des Volkswagenwerkes der Öffentlichkeit präsentiert.

Der 1907 in Österreich geborene Béla Bárenyi studierte noch am Wiener Technikum, als er einen völlig neuen Pkw entwickelte. Erstmals war ein luftgekühlter Vierzylinder-Boxermotor, ein vor der Hinterachse angebrachtes Getriebe und eine stromlinienförmige Karosserie für ein Automobil geplant. Der junge Ingenieur machte sich ans Klinkenputzen und stellte die Entwürfe seines kugeligen Volkswagens bei so manchem Autobauer vor - 1932 auch bei Porsche in Stuttgart. Ferdinand Porsche hatte zu dem Zeitpunkt bereits sechs Jahre als Technischer Direktor und Vorstandsmitglied der "Daimler-Motoren-Gesellschaft" gearbeitet und sich kurz zuvor mit dem Ingenieurbüro "Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH" niedergelassen. Dem jungen Österreicher signalisierte Ferdinand Porsche "kein Interesse" an dessen automobiler Innovation.

Fremde Federn für Ferdinand Porsche

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Hitler feiert mit Ferdinand Porsche

Hitler bei der Grundsteinlegung für das Volkswagenwerk am 26. Mai 1938. Vor ihm ein Prototyp des KdF- Wagens.

Doch das kann nicht ganz der Wahrheit entsprochen haben, denn nur zwei Jahre später präsentierte Ferdinand Porsche, der inzwischen sein erstes Patent angemeldet hatte und zielstrebig weiter Karriere machte, den Nationalsozialisten ein von ihm entwickeltes Autos, das sehr zu Bárenyis Verdruss eine ganze Reihe von Merkmalen seines eigenen Entwurfs aufwies.

Béla Bárenyi schäumte, doch einen Urheberrechtsstreit konnte sich der Österreicher damals nicht leisten und musste daher mitansehen, wie sich Ferdinand Porsche mit fremden Federn schmückte und "sein" Auto zur Seienreife entwickelte. Außer den Meriten strich Ferdinand Porsche für den "KdF-Wagen", der erst nach dem Zweiten Weltkrieg als "Käfer" Karriere machen sollte, auch noch eine millionenschwere Förderung durch die nationalsozialistische "Deutsche Arbeitsfront" ein.

 

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Susanne Böllert
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