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Fortschritt aktiv gestalten - weltweit

Ohne innovative und engagierte Forscher im Chemie- und Pharmabereich wäre es nicht möglich gewesen, viele für die Menschheit bedrohliche Krankheiten auszurotten oder Kunststoffe zu entwickeln, die uns allen das Leben wesentlich erleichtert haben. Auch heute gibt es immer noch Bereiche, in denen die Forschung Leben retten und nachhaltig verbessern kann. Die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch mit Forschern aus der ganzen Welt ist eine wesentliche Voraussetzung hierfür. Sowohl in der Chemie- als auch in der Pharmabranche kann man überall auf der Welt lebensrettende und lebensverbessernde Prozesse unterstützen und vorantreiben.

Im Pharma-Segment zeichnet sich speziell die Diagnostika-Industrie durch eine hohe Innovationsrate aus. Dabei wird die Biotechnologie weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Es sind eine große Anzahl neuer Tests zu erwarten, z.B. Gentests für die Tumorvorsorge.

Auch die Chemie-Industrie setzt ihren Wachstumskurs fort. Das Produktionswachstum wird aber mit rund 3 Prozent im Gesamtjahr 2005 weltweit geringer ausfallen als im bisherigen Rekordjahr 2004, das eine sehr hohe Ausgangsbasis für Zuwachsraten setzt. Die stärksten Impulse werden aus Nordamerika und Asien kommen.
Um den geschäftlichen Erfolg nachhaltig zu sichern, muss jedes Unternehmen der Chemie- oder Pharma-Branche der rasanten Geschwindigkeit des weltweiten wirtschaftlichen und technischen Wandels gewachsen sein. Im Bereich der Innovationsprojekte erweist sich ein internationales Netzwerk aus Hochschulen, öffentlichen Forschungseinrichtungen und Partnerfirmen meist als günstig. Es gilt, durch die Bündelung von internem und externem Know-how neue Geschäftsideen zügig in die Produkterfolge umzusetzen.

Internationale Entwicklungschancen in der Chemie- und Pharmabranche

BASF ist das weltweit führende Chemie-Unternehmen. Das Portfolio des Konzerns umfasst Chemikalien, Kunststoffe, Veredlungsprodukte, Pflanzenschutzmittel und Feinchemikalien sowie Erdöl und Erdgas. Das Unternehmen unterhält mit Kunden in über 170 Staaten Geschäftsbeziehungen und betreibt in 41 Ländern Produktionsstätten.

Bisher hat die BASF die zum Unternehmen passenden Fach- und Führungskräfte ohne Probleme für sich interessieren und einstellen können. In Zukunft wird die BASF die internationalen Rekrutierungsaktivitäten noch stärker direkt auf die Hochschulen ausrichten, um so früh wie möglich mit den Besten Kontakt aufzunehmen. Bewerber, die während ihrer Ausbildung bereits Auslandserfahrung sammeln konnten, haben dabei bessere Chancen auf einen Job im Ausland.

Degussa ist weltweit die Nr. 1 in der Spezialchemie und ein multinationales Unternehmen mit konsequenter Ausrichtung auf diese renditestarke Nische. Mit weltweit über 300 Standorten ist die Degussa unter den Top Ten in der Branche. Bei der Degussa sucht man die Besten aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen. Auslandserfahrung ist hierbei ein Baustein zum Erfolg. Entsendungen aus dem Mutterland sind in der Dauer von vier Wochen (als Projekt) bis hin zu vier Jahren möglich. Allerdings nicht direkt nach dem Berufseinstieg, wobei Ausnahmen auch hier die Regel bestätigen. Zusätzlich können sich die Bewerber direkt im Ausland auf eine der ausgeschriebenen Stellen bewerben und dort den Einstieg suchen.

In den Bereichen Pharma und Diagnostika ist Roche mit seinem Hauptsitz in Basel (Schweiz) einer der weltweit bedeutendsten Anbieter von Diagnostika, der größte Hersteller von Krebs- und Transplantationsmedikamenten und nimmt in der Virologie eine Spitzenposition ein. Roche beschäftigt rund 65.000 Mitarbeitende in 150 Ländern. Für Entsendungen gibt es bei Roche keinen Mindeszeitraum, aber ein Maximum von fünf Jahren. Für den Mitarbeiter ist ein lokaler Einstieg im Heimatland vorgesehen, erst mit ausreichender Praxis-Erfahrung kann eine Entsendung erfolgen. Diese ist dann sowohl auf Projektbasis als auch als langfristige Entsendung möglich. Direkt beim Berufseinstieg schließt Roche einen Auslandsaufenthalt aus.

Die Bayer AG als Experte sowohl im Chemie- als auch im Pharmabereich konzentriert sich auf Innovation und Wachstum in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien. Das Ziel aller Gesellschaften von Bayer mit insgesamt über 93.000 Beschäftigten ist es, führende Positionen in den jeweiligen Marktsegmenten einzunehmen. Der Konzern ist auf den Märkten von über 150 Ländern vertreten. Betriebswirte, Informatiker, Ingenieure und Naturwissenschaftler sind bei Bayer gefragte Bewerber, auch für Auslandspositionen. Direkt nach dem Berufseinstieg findet allerdings meist kein Auslandsaufenthalt statt. Grundsätzlich unterscheidet Bayer zwischen kurzzeitigen und langfristigen Auslandsaufenthalten: Langfristige Aufenthalte haben meist eine Dauer von mindestens zwei Jahren, im Allgemeinen strebt man jedoch einen Auslandsaufenthalt von drei bis fünf Jahren an. Kurzzeitige Entsendungen dauern maximal 12 Monate.

Direkte, das heißt von Deutschland aus gesteuerte Rekrutierungen für eine Stelle im Ausland sind auch die Ausnahme bei der BASF. Auf längere Auslandseinsätze schickt der Chemiekonzern eher Mitarbeiter, die bereits Berufserfahrung im Unternehmen gesammelt haben. Die häufigste Form der Arbeit im Ausland ist die Delegierung für drei bis vier Jahre. Die Auslösungstätigkeit ist ein vorübergehender Arbeitseinsatz von drei Monaten bis zu zwei Jahren bei einer Gruppengesellschaft oder einem Joint-Venture-Unternehmen. Sie wird vor allem von Mitarbeitern mit speziellem Produkt- oder Fachwissen, die an einem befristeten Projekt mitarbeiten, wahrgenommen. Der kürzere Informations-aufenthalt kann drei bis sechs Monate dauern. Er dient unter anderem der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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