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Kurzporträt: Horst Köhler

Der ehemalige Direktor des Internationalen Währungsfonds konnte sich bereits bei seiner Nominierung zum Bundespräsidenten recht sicher sein, demnächst Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland zu werden. Mit den Stimmen von CDU, CSU und FDP im Rücken hielt sich das Risiko, gegen seine Konkurrentin Gesine Schwan den Kürzeren zu ziehen, in Grenzen. Damit wird nun zum ersten Mal ein Finanzfachmann das höchste Amt der Bundesrepublik bekleiden.

Kandidat mit Ecken und Kanten

Der als bescheiden, aber auch als ungeduldig und kritisch geltende Köhler will seiner eigenen Aussage nach als Bundespräsident keine bloße Symbolfigur sein, sondern als “Wegbegleiter für Reformen“ auch unangenehme Wahrheiten ansprechen. Seit seiner Nominierung hat er sich denn auch bereits mehrfach in die Reformdebatte in Deutschland eingemischt. In einem Interview bescheinigte er den Deutschen einen ungesunden Hang zur “Nabelschau“. Seine Überzeugung sei, dass Deutschland vor einem schwierigen Wandlungsprozess stehe, wenn es seinen Wohlstand sichern wolle. Die Inhalte von Schröders “Agenda 2010“ seien hier bei weitem nicht ausreichend. Als Bundespräsident wolle er deshalb dazu beitragen “die Reformeinsicht und auch das Mitmachen der Bürger zu fördern“.

Auch außenpolitisch sind von einem Bundespräsidenten Köhler nicht nur diplomatische Floskeln zu erwarten: Die US-amerikanische Irak-Politik hat er bereits als “arrogant“ kritisiert.

Mann der Wirtschaft

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