Lexikon

Germnen

Sprache

Runen
Runen
Das ältere oder gemeingermanische Runenalphabet (auch „Futharkö genannt) hat 24 Zeichen.
Die Kenntnis der Nachwelt von den Germanen stammt fast ausschließlich aus den Werken römischer Autoren, vor allem von Cäsar, Tacitus („Germania“) und Plinius dem Älteren. Der Germanenbegriff der Römer ist nicht identisch mit dem der modernen Sprachwissenschaft. Diese verwendet den exakten Begriff germanische Sprachen. Die römischen Autoren berichten jedoch nichts über die Sprachen der Stämme, die sie Germanen nannten, und nennen allenfalls einzelne Wörter und Namen. Die Stämme selbst haben in den ersten Jahrhunderten n. Chr. keine umfassenden Sprachdenkmäler hinterlassen. Seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. sind kurze Runeninschriften überliefert. Diese Schriftzeichen schufen die Germanen wahrscheinlich nach dem Vorbild des lateinischen Alphabets und regionaler norditalienischer Schriften. Es ist nicht sicher, ob alle von den Römern so bezeichneten Germanen Sprachen gesprochen haben, die die heutige Sprachwissenschaft Germanisch nennt. Es ist denkbar, dass einige dieser Stämme z. B. keltische Sprachen gesprochen haben.
Nach Auffassung der Sprachwissenschaft hat sich die germanische Sprache im Laufe des 1. Jahrtausends v. Chr. von anderen indoeuropäischen (indogermanischen) Sprachen getrennt, also z. B. von den Frühformen des Lateinischen, Griechischen und keltischer Sprachen. Selbst die wenigen sprachlichen Zeugnisse der römischen Autoren lassen die Eigenarten des Germanischen erkennen. Aber erst die Annahme des Christentums durch die germanischen Stämme und der Gebrauch des Alphabets sorgen für längere Textzeugnisse. Den Anfang machte Wulfila im 4. Jahrhundert n. Chr. mit seiner gotischen Bibelübersetzung.
  1. Einleitung
  2. Sprache
  3. Vorgeschichte
  4. Gesellschaft
  5. Kultur
  6. Geschichte
  7. Germanenkult und Nationalismus

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