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LEXIKON

Glsse

Literatur
in antiken und mittelalterlichen Handschriften ursprünglich ein unverständliches und erklärungsbedürftiges Wort, dann dessen Übersetzung und Erläuterung. Je nachdem, ob die Glossen am Rand, zwischen den Zeilen oder hinter den erklärten Wörtern stehen, unterscheidet man Marginal-, Interlinear- und Kontextglossen; ist eine Handschrift durchgehend interlinear glossiert, so spricht man von einer Interlinearversion. Zur Erleichterung der Lektüre wurden Glossensammlungen (Glossare) angelegt, die nach dem Alphabet oder nach sachlichen Gesichtspunkten geordnet waren. Das älteste deutsche Glossar ist der sog. Abrogans (um 765 aus Freising).
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