Lexikon
Neuzeit
Vom Absolutismus zur Industrialisierung
Mit dem Aufkommen des Absolutismus in Frankreich unter Ludwig XIV. begann seit der Mitte des 17. Jahrhunderts eine neue Phase europäischer Politik. Wechselnde Bündnissysteme führten zu immer neuen militärischen Auseinandersetzungen. Der Siebenjährige Krieg (1756–1763) griff dabei erstmals von Europa aus auch auf die überseeischen Besitzungen Englands und Frankreichs über und kündigte eine neue Entwicklung an, die durch die fortschrittlichen und freiheitlichen Ideen der Aufklärung beschleunigt wurde. In Nordamerika erkämpften die englischen Kolonien die Unabhängigkeit. Schließlich führte die Französische Revolution von 1789 eine Neuordnung herbei, die bald den gesamten europäischen Kontinent erfasste. Nach der Niederlage Napoleons schien es, als würde Europa ab 1815 zu den alten vorrevolutionären Ordnungen zurückkehren. Doch konnte die Restauration die inneren Konflikte nicht mehr lösen. In den Revolutionsjahren 1830 und 1848/49 brachen sich Freiheitsdrang und Nationalismus Bahn. Parallel wirkte sich die Industrielle Revolution auf die wirtschaftlichen Verhältnisse aus und führte zu sozialen Spannungen. Die Arbeiterschaft formierte sich im Zeichen neuer Ideologien (Sozialismus, Marxismus). Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entstanden neue Rivalitäten der europäischen Mächte um Kolonialbesitz (Zeitalter des Imperialismus), die in den 1. Weltkrieg führten.
- Einleitung
- Entdeckungen und Reformation
- Vom Absolutismus zur Industrialisierung
- 20. und 21. Jahrhundert
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