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LEXIKON

Triumph des Willens

  • Deutscher Titel: Triumph des Willens
  • Original-Titel: TRIUMPH DES WILLENS
  • Land: Deutsches Reich
  • Jahr: 1935
  • Regie: Leni Riefenstahl
  • Kamera: Sepp Allgeier
Im Beisein Hitlers hat im Berliner Ufa-Palast das Auftragswerk , eine Dokumentation des NSDAP-Parteitages 1934, Premiere. Die Schauspielerin und Regisseurin Leni Riefenstahl zeichnet für den Film verantwortlich.
Leni Riefenstahl hatte bereits über den Parteitag von 1933 einen kurzen Film, »Sieg des Glaubens«, gedreht. Die britische Zeitung »The Observer« nannte diese verlängerte Wochenschau »eine große Apotheose Cäsars, in der Herr Hitler natürlich den Cäsar spielt, und seine Soldaten sind die römischen Sklaven.« Aufgrund dieses Films erhielt Riefenstahl von Hitler den Auftrag, den Parteitag (4. bis 10. 9. 1934) in Nürnberg zu dokumentieren. Für dieses Projekt stehen ihr rd. 120 Mitarbeiter zur Verfügung. Zudem konnte die Regisseurin auf die Gestaltung des Parteitags Einfluss nehmen, um ihn filmisch spektakulär in Szene zu setzen.
ist keine Cinéma-Vérité, keine bloße Dokumentation eines Ereignisses, sondern eine politische Aussage. In der Komposition der Massenszenen deutlich beeinflusst von Fritz Langs »Die Nibelungen« (1924), bedient sich Leni Riefenstahl geschickt der Möglichkeiten der Montage. Der über zwei Stunden dauernde Film hält den Zuschauer ständig in Bewegung: Die Bilder der Marschkolonnen und der ekstatischen Zuschauer am Straßenrand lassen den Betrachter Teil des Geschehens werden. Die pompöse, gleichförmige Architektur der Nürnberger Parteitagsbauten und die Reihen der Marschierenden bilden geometrische Figuren. Im Mittelpunkt steht die Person Hitlers, der schon im Vorspann als »Erlöser« gefeiert wird.
macht Leni Riefenstahl zu einer der wichtigsten Figuren in der Filmszene des »Dritten Reichs«. Ihr Film gewinnt trotz seines Propagandacharakters nach dem Krieg besonders in den USA eine Fangemeinde.
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