Lexikon
Widerstand
Elektrizitätslehre
als elektrische Kenngröße eines stromdurchflossenen Leiters das Verhältnis R von angelegter Spannung U (in Volt) und Stromstärke I (in Ampere):
R = U/I (Ohm’scher Widerstand).
Der Widerstand eines Leiters (in Ohm gemessen) hängt im Wesentlichen von dessen Abmessungen, dem Material und der Temperatur ab. Für Leiter mit einheitlicher Querschnittsfläche A gilt:
R = ρ · l / A,
wobei l die stromdurchflossene Länge und ρ der spezifische Widerstand bedeuten. Der spezifische Widerstand (Widerstand eines Drahtes von 1 m Länge und 1 mm2 Querschnitt) ist je nach Material unterschiedlich groß und ändert sich mit der Temperatur des Leiters; bei Metallen steigt z. B. der Widerstand mit der Temperatur. Einige Speziallegierungen (z. B. Konstantan) zeigen dagegen keine Temperaturabhängigkeit: Leiter aus solchem Material haben deshalb einen konstanten Widerstand, für sie gilt das Ohm’sche Gesetz. Dasselbe gilt auch für Leiter, deren Temperatur sich nicht ändert bzw. konstant gehalten wird und lautet:
U/I = const.
In Wechselstromkreisen kommt zum Ohm’schen Widerstand (der sich auf die Effektivwerte von Strom und Spannung bezieht) der sog. Blindwiderstand hinzu (bei Spulen auch induktiver, bei Kondensatoren kapazitiver Widerstand). Im Gegensatz zum Ohm’schen Widerstand (auch Wirkwiderstand) entnimmt der Blindwiderstand der Stromquelle keine Energie. Wirkwiderstand und Blindwiderstand bilden zusammen den Scheinwiderstand (auch Impedanz). Der Widerstand einer Spannungsquelle (Generator, galvanisches Element, Elektronenröhre) wird Innenwiderstand genannt. Der Wellenwiderstand, kennzeichnende Größe von Fernmeldeleitungen und Hohlleitern, ist von deren Querschnittsabmessungen, jedoch nicht von der Länge abhängig.
Wissenschaft
Frühe Diagnose
Neue Biomarker helfen, allererste Warnsignale der Parkinsonerkrankung zu erkennen, noch bevor die typischen motorischen Symptome zur Diagnose führen. von CHRISTIAN JUNG Nach wie vor weiß man bei Morbus Parkinson nicht, wie lange die Erkrankung im Körper unbemerkt Anlauf nimmt, bevor sie sichtbar und vor allem bis sie korrekt...
Wissenschaft
Alte Gedichte verraten Rückgang der Flussdelfine in China
Der Jangtse-Glattschweinswal, benannt nach seinem Lebensraum im chinesischen Jangtse-Fluss, hat Menschen seit jeher beeindruckt. Doch sein Bestand geht immer mehr zurück, so dass der Flussdelfin inzwischen vom Aussterben bedroht ist. Um nachzuvollziehen, wie sich der Lebensraum dieses Schweinswals im Laufe der Zeit verändert hat...