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Die Inspiration zum Film

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Amerikas Kampfpilot Frank Luke diente der Rolle des Blaine Rawlings als Vorbild.
Eine der schillerndsten Persönlichkeiten war Frank Luke. Von der Presse wurde er zu Lebzeiten als „The Balloon Buster“ glorifiziert. Der Name spielt auf seine wagemutigen Angriffe auf gefährlichste Ziele an: bestens verteidigte deutsche Spionageballons. Frank Luke, der Amerikas zweites Fliegerass im Ersten Weltkrieg war, setzte dem Image des waghalsigen, undisziplinierten Piloten als Einzelgänger ein Denkmal. Er war das Vorbild für Blaine Rawlings (James Franco). Raoul Lufbery war zu seiner Zeit ebenfalls eine Legende. Getrieben vom Gedanken an Rache für den Tod seines besten Freundes, wurde er zum womöglich berühmtesten Piloten der Lafayette Escadrille. Er flog häufig alleine und war bekannt für seine absolute Furchtlosigkeit, mit der er Dutzende Abschüsse zustandebrachte. Berichte über seine Verdienste füllten Zeitungen in Frankreich und Amerika und sein selbstmörderisches Ende in einem furiosen Luftgefecht wurde von den französischen genauso wie von den englischen und amerikanischen Streitkräften betrauert. Er war die Inspiration für Reed Cassidy (Martin Henderson).

Die Rolle des Eddie Beagle (David Ellison) basiert auf der bemerkenswerten Persönlichkeit des Piloten Courtney Campbell. Campbell war als Spaßkanone bekannt, dessen Abenteuer „immer etwas Lustiges hatten. Sein unglaublichstes „Abenteuer“ allerdings grenzt an ein Wunder: Er verlor eine komplette untere Tragfläche seiner Nieuport und landete die Maschine dennoch sicher. Dies war theoretisch unmöglich, doch „Courtney gelang es durch seine großartige Geistesgegenwart und unwahrscheinliches Glück.“ Ein wenig von Bert Hall ging auch in die Figur des Beagle ein. Als schwarzes Schaf der Escadrille wurde Hall eine Zeitlang verdächtigt, als Spion für die Deutschen zu arbeiten – in jedem Fall versuchte er, einer zweifelhaften Vergangenheit zu entkommen.

Echte Kampfpiloten

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Jean Reno als Captain Thenault.
Jean Reno stellt den Hauptmann Georges Thenault dar, der auch in Wirklichkeit Kommandant der Lafayette Escadrille war. Er war selbst Pilot, freilich mit wenig Zeit zum Fliegen, und wurde von den Amerikanern respektiert und gemocht. Unglücklicherweise musste er zahlreiche seiner Untergebenen beerdigen. Norman Prince war der Sohn eines reichen Bankiers aus Boston und besuchte Harvard. Er war eines der Gründungsmitglieder der Escadrille und brachte es auf 122 Missionen. Außerdem war er waschechter Millionär und teilte seinen exzentrischen Lebensstil gerne mit den Kameraden. Die Rolle des Eugene Skinner (Abdul Salis) weist vermutlich die größten Parallelen zu einer historischen Figur auf. Eugene Bullard wurde in Columbus, Georgia, als Kind eines befreiten Sklaven geboren und versteckte sich als junger Mann auf einem Schiff in Richtung Schottland, um der Rassen-Diskriminierung zu entkommen und in Europa als Boxer zu arbeiten. Auch nachdem er sich als erster afroamerikanischer Kampfpilot einen Namen gemacht hatte, verweigerte ihm die U.S. Air Force aufgrund seiner Hautfarbe die Aufnahme. Die Figur des William Jensen (Philip Winchester) ist aus verschiedenen, typischen Kampfpiloten zusammengesetzt: Junge Amerikaner, die sich frisch von Vaters Farm als Freiwillige meldeten, um aus purem Altruismus für die Freiheit eines anderen Landes zu kämpfen. Einer von ihnen war James Connelly, Jr., der sich „am Rande des Nervenzusammenbruchs, doch mit grimmiger Entschlossenheit an seine Pflicht klammerte“. Andere Piloten waren nach dem Einsatz stundenlang nicht in der Lage,
das Cockpit zu verlassen, ein paar Schritte zu gehen oder sich auch nur eine Zigarette anzuzünden. Und schließlich wird der Löwe Whiskey von Shaka dargestellt. Er ist ebenfalls keine Erfindung der Autoren: Bei einem Ausflug nach Paris kauften einige der Piloten der Escadrille Whiskey, als der noch ein Löwenbaby war.
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20th Century Fox
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