Lexikon

deutsche Musik

Barock

Nach 1610 gewannen die neuen Stilmerkmale aus Italien mehr und mehr an Einfluss. Sie trugen entscheidend zur Ausbildung der Gattungen Oper, Oratorium u. Passion bei und finden sich vor allem im kirchenmusikalischen Werk von H. Schütz, der eine Synthese aus italienischem Stil und deutscher Polyphonie anstrebte und die erste, nicht überlieferte Oper „Dafne“ (1627) schrieb. Daneben entstanden zahlreiche neue sakrale Werke aus der Feder u. a. von J. Crüger und J. H. Schein (vokal) sowie von S. Scheidt, J. Pachelbel oder D. Buxtehude (instrumental), die einen ersten Höhepunkt der Orgelmusik markieren. Die überragenden Komponisten des Barock sind J. S. Bach und G. F. Händel, deren breites Schaffen in vielen Gattungen Maßstäbe setzte: Bach als Meister der Fuge und Kirchenmusiker, Händel mit Concerti grossi, Oratorien und Bühnenwerken. Dabei spiegeln seine Opern ebenso wie bei G. P. Telemann die Vorherrschaft des italienischen Einflusses wider.
  1. Einleitung
  2. Mittelalter
  3. Renaissance
  4. Barock
  5. Klassik
  6. Romantik
  7. Moderne
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