Lexikon
Irland
Staat und Politik
Nach der Verfassung von 1937 (zuletzt geändert 2004) ist Irland eine demokratisch-parlamentarische Republik. Der Präsident wird auf sieben Jahre direkt vom Volk gewählt, eine einmalige Wiederwahl ist möglich. Er hat im Wesentlichen repräsentative Aufgaben. Das Parlament (Oireachtas) besteht aus zwei Kammern, dem Senat (Seanad Eireann) und dem Repräsentantenhaus (Dáil Eireann). Die 166 Abgeordneten des Dáils werden für eine Legislaturperiode von fünf Jahren gewählt. Der Senat hat 60 Mitglieder. Elf werden vom Premierminister benannt, 43 von einem Wahlgremium bestimmt und sechs von Hochschulen delegiert. Der Premierminister (Taoiseach) wird auf Vorschlag des Repräsentantenhauses vom Präsidenten ernannt. Die wichtigsten Parteien sind die beiden konservativen Gruppierungen Fianna Fáil („Schicksalskrieger“) und Fine Gael („Gälische Sippe“); sie sind beide aus der Unabhängigkeitsbewegung hervorgegangen, u. ihre politischen Auffassungen unterscheiden sich nur in Nuancen. Fianna Fáil stellte zumeist den Premierminister. Weitere Parteien sind die Labour Partyund die Green Party. Das Rechtssystem basiert auf der englischen Rechtsordnung.
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