Lexikon
Nịger
Wirtschaft und Verkehr
Niger ist ein wenig entwickeltes Agrarland; der Staatshaushalt wird zu einem Großteil mit ausländischer Finanzhilfe bestritten. Mehr als 85% der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft, die sich auf das Nigerufer und einen schmalen Landstreifen im Süden sowie auf wenige Oasen beschränkt. Angebaut werden vornehmlich Hirse, Maniok, Reis und Hülsenfrüchte für den Eigenbedarf und Erdnüsse für den Export. In den weiten Trockengebieten betreiben Nomaden extensive Viehzucht mit Rindern, Ziegen und Schafen. Die Überweidung der ökologisch labilen Sahelzone begünstigt die weitere Ausdehnung der Wüste.
Die meisten Einnahmen erzielt das Land durch den Export von Uranerz. Seit 1971 werden die reichen Vorkommen bei Arlit am Aïr ausgebeutet. Über das weitmaschige Straßennetz gibt es eine Verbindung zu den Häfen an der Oberguineaküste. Eisenbahnen gibt es nicht. In den Wüstengebieten haben Karawanen immer noch große Bedeutung.
Wissenschaft
Verkannte Artefakte
Lange Zeit funktionierte die moderne Bioforschung hauptsächlich reduktionistisch: Man trennte die Komponenten, die einen interessierten, aus dem Gesamtsystem heraus und studierte sie isoliert in „Einzelhaft“. Erfolgreich war das allemal: Heerscharen von Forscherinnen und Forschern, die im Labor jahrelang Proteine gereinigt oder...
Wissenschaft
Wie sich Fehlannahmen bekämpfen lassen
Während der Covid-19-Pandemie haben sich zahlreiche Falschinformationen verbreitet, darunter zu angeblichen Sicherheitsproblemen der mRNA-Impfstoffe. Viele Faktencheck-Organisationen haben die falschen Behauptungen wieder und wieder auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse widerlegt. Doch solche Widerlegungen bergen stets das...