Lexikon

Stärke

Amylum
ein hochmolekulares Polysaccharid, das in den Chloroplasten der Pflanzen als Assimilationsstärke (Photosynthese) und in den Leukoplasten als Reservestärke gebildet und in den Wurzeln, Knollen und Samen in Form von Stärkekörnern gespeichert wird; Stärke ist der wichtigste Kohlenhydratreservestoff der Pflanzen. Sie wird durch das Enzym Diastase zu Maltose, durch Einwirkung verdünnter Säuren zu Glucose abgebaut (Stärkesirup, Stärkezucker). Verhältnismäßig hochmolekulare Abbauprodukte sind z. B. die wasserlöslichen Dextrine.
Das Stärkekorn besteht aus zwei Hauptbestandteilen: der wasserlöslichen Amylose im Korninnern und dem wasserunlöslichen Amylopektin in der Kornhülle. Beim Erhitzen mit Wasser auf 90 °C quillt Amylopektin und bildet den Stärkekleister, während sich Amylose kolloidal löst und mit verdünnten Säuren zu Glucose abgebaut werden kann. Amylopektin wird mit Enzymen bis zu 60% in Maltose übergeführt.

Gewinnung

Die technische Gewinnung der Stärke erfolgt durch Wasch- und Schlämmprozesse aus Kartoffeln, Mais, Reis und Weizen. Unbehandelte (native) Stärke genügt heute den technischen Anforderungen oft nicht mehr, so dass sie mit Hilfe chemischer oder thermischer Prozesse häufig zu modifizierter Stärke umgewandelt wird.

Verwendung

Stärke wird verwendet als
Nahrungsmittel, zur Herstellung von Glucose und Dextrin, zur Appretur von Geweben, als Wäschestärke, für Leime und Kleister sowie zur Verdickung von Druckfarben.
Tierische Stärke: Glykogen.
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