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LEXIKON

Teufel

[griechisch diábolos, „Verleumder“]
Beelzebub; Diabolos; Satan
bei fast allen Völkern bekannte Verkörperung des Bösen, die in Religionen und im Volksglauben in verschiedenen Gestaltungen, z. B. hebräisch Belial („Verderbtheit“), vorgestellt wird; im Alten Testament besonders als Satan sowohl der Verführer der Menschen als auch ihr Ankläger vor Gott (Buch Hiob); im Neuen Testament „Fürst der Welt“ und Feind Gottes. Nach anderer Vorstellung ist der Teufel der von Gott abgefallene höchste Engel (Lucifer) und Herr der Hölle. In der neueren evangelischen Theologie nach M. Luther ist der Teufel das nichtpersonifizierte Böse, Symbol für die Empörung gegen Gott (Antichrist).
Darstellungen in der mittelalterlichen bildenden Kunst zeigen den Teufel meist in hässlicher Tiergestalt (Drache, Schlange) oder als mehrgesichtiges, behaartes Mischwesen aus Mensch und Tier, auf Weltgerichtsdarstellungen mit grotesken Ungeheuern als Höllengehilfen, auch mit dem Tod als Verbündetem (A. Dürer: „Ritter, Tod und Teufel“).
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