Lexikon

Bundeskanzler

Bundesrepublik Deutschland
der Chef der Bundesregierung, der die Richtlinien der Politik bestimmt und dafür die Verantwortung trägt. Er wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestag gewählt und daraufhin vom Bundespräsidenten ernannt. Der Bundestag ist an den Vorschlag des Bundespräsidenten jedoch nicht gebunden. Gewählt ist, wer die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestags auf sich vereinigt. Erreicht der Vorgeschlagene nicht die (absolute) Mehrheit, so kann der Bundestag binnen 14 Tagen mit mehr als der Hälfte seiner Mitglieder einen Bundeskanzler wählen. Kommt eine derartige Mehrheitswahl nicht zustande, so findet unverzüglich ein neuer Wahlgang statt, in dem gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhält. Der Bundeskanzler kann (zur Vermeidung von Regierungskrisen) nur dadurch gestürzt werden, dass der Bundestag gleichzeitig mit dem Ausspruch des Misstrauensvotums einen Nachfolger wählt (sog. konstruktives Misstrauensvotum). Diese Regelung soll verhindern, dass der Bundeskanzler von einer Mehrheit gestürzt wird, die sich selbst auf kein gemeinsames Regierungsprogramm einigen kann. Der Bundeskanzler kann auch von sich aus zurücktreten. Sein Amt endet regelmäßig mit dem Zusammentritt eines neuen Bundestags (Art. 62 ff. GG). Bundesregierung.
Bisherige Bundeskanzler: 19491963 Konrad Adenauer, 19631966 Ludwig Erhard, 19661969 Kurt Georg Kiesinger, 19691974 Willy Brandt, 19741982 Helmut Schmidt, 19821998 Helmut Kohl, 19982005 Gerhard Schröder, seit 2005 Angela Merkel.
protoplanetare Scheibe
Wissenschaft

Astronomen finden Biomolekül-Vorstufen in protoplanetarer Scheibe

Die Vorstufen wichtiger Biomoleküle wie Aminosäuren und DNA könnten aus dem Weltall gekommen sein – das vermuten Astronomen schon länger. Ein neuer Fund in der protoplanetaren Scheibe eines Jungsterns stützt dies nun. In der rotierenden Gas- und Staubscheibe um den rund 1305 Lichtjahre entfernten Protostern V883 Orionis haben...

forschpespektive_NEU.jpg
Wissenschaft

Hat Altern einen Sinn?

Es gibt Sätze, die werden so oft benutzt, dass ihre Wirkung sich inzwischen abgenutzt hat. In der Bioforschung besteht diese Gefahr für den berühmten Satz „Nichts in der Biologie ergibt Sinn, außer im Lichte der Evolution“. Im Jahr 1974 wählte der in der heutigen Ukraine geborene US-Genetiker Theodosius Dobzhansky ihn als Titel...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon