Lexikon
Mẹxiko
Die unruhige Republik
Der Kaiser wurde bereits 1823 zur Abdankung gezwungen; 1824 wurde das Land föderative Republik. Der junge Staat wurde durch Konflikte zwischen konservativen Zentralisten und liberalen Föderalisten zerrissen. Wichtigster Politiker dieser Zeit war General Antonio López de Santa Anna, der zwischen 1833 und 1855 mit Unterbrechungen teils diktatorisch das Präsidentenamt ausübte. Mit US-amerikanischer Hilfe löste sich 1836 Texas von Mexiko Die Aufnahme von Texas in den Staatenbund der USA 1845 löste den Mexikanisch-Amerikanischen Krieg (1846–1848) aus, durch den Mexiko fast die Hälfte seines Staatsgebietes verlor.
Nach dem Sturz Santa Annas gab sich Mexiko 1857 eine neue, liberale Verfassung, die u. a. die strikte Trennung zwischen Kirche und Staat vorsah. Der Protest der Konservativen gegen die Reformen mündete in einen Bürgerkrieg, der mit dem wirtschaftlichen Abstieg des Landes einherging. Da Mexiko sich unter Präsident Benito Juárez García (1861–1872) außerstande sah, seine Auslandsschulden abzuzahlen, intervenierten die europäischen Mächte. 1864 setzte Napoleon III. den österreichischen Erzherzog Maximilian als mexikanischen Kaiser ein. Nach dem durch die USA erzwungenen Abzug der französischen Truppen ließ Juárez Maximilian 1867 erschießen; Mexiko wurde wieder Republik.
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