Lexikon

neulateinische Literatur

das Schrifttum in lateinischer Sprache seit der Mitte des 14. Jahrhunderts; griff im Gegensatz zur mittellateinischen Literatur wieder auf das klassische Latein zurück. In der neulateinischen Literatur drückte sich der Geist des Humanismus aus; mit diesem verbreitete sie sich in ganz Europa. Die wichtigste Gattung war die Lyrik (Hirtendichtung); daneben entstanden Epigramme, Lehrgedichte, Epen und Dramen. Der Begründer der neulateinischen Literatur war F. Petrarca. Im 15. Jahrhundert entfaltete sich die neulateinische Literatur auch in Deutschland und den Niederlanden. Die größte Wirkung erzielten die Werke Erasmus von Rotterdam; daneben standen K. Celtis, U. von Hutten, P. Melanchthon mit dem „Wittenberger Kreis“ u. a. In der Zeit der Gegenreformation entwickelte sich besonders das neulateinische Drama (Jesuitendrama); der bedeutendste Dramatiker des Barocks war J. Balde. Eine letzte Pflegestätte hat die neulateinische Literatur heute an englischen und niederländischen Universitäten gefunden.
Das Meer - ein zerbrechliches Ökosystem.
Wissenschaft

Der Schutz der Ozeane

Lange Zeit hielt man die Weltmeere für unverwundbar – doch das sind sie nicht. Die UN-Dekade für Meeresforschung soll den Einigungsprozess der Weltgemeinschaft über Schutzmaßnahmen unterstützen. Von RAINER KURLEMANN Die Ozeane sind das gemeinsame Erbe der Menschheit. Diese Feststellung steht etwas versteckt in Artikel 136 der...

Gletscher mit zerbrochenem Eis, schneebedeckten Bergen im Hintergrund und Nebel über dem Eis.
Wissenschaft

Im Wechsel von Hitze und Kälte

Von extremem Treibhausklima bis hin zur eisigen Schneeball-Erde: Seit ihrer Entstehung vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren hat sich unsere Atmosphäre immer wieder gravierend gewandelt. Ihre Geschichte ist eng mit der Evolution des Lebens verknüpft. Von ELENA BERNARD Die Luft, die wir heute atmen, ist das Ergebnis einer über...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon