Lexikon

neulateinische Literatur

das Schrifttum in lateinischer Sprache seit der Mitte des 14. Jahrhunderts; griff im Gegensatz zur mittellateinischen Literatur wieder auf das klassische Latein zurück. In der neulateinischen Literatur drückte sich der Geist des Humanismus aus; mit diesem verbreitete sie sich in ganz Europa. Die wichtigste Gattung war die Lyrik (Hirtendichtung); daneben entstanden Epigramme, Lehrgedichte, Epen und Dramen. Der Begründer der neulateinischen Literatur war F. Petrarca. Im 15. Jahrhundert entfaltete sich die neulateinische Literatur auch in Deutschland und den Niederlanden. Die größte Wirkung erzielten die Werke Erasmus von Rotterdam; daneben standen K. Celtis, U. von Hutten, P. Melanchthon mit dem „Wittenberger Kreis“ u. a. In der Zeit der Gegenreformation entwickelte sich besonders das neulateinische Drama (Jesuitendrama); der bedeutendste Dramatiker des Barocks war J. Balde. Eine letzte Pflegestätte hat die neulateinische Literatur heute an englischen und niederländischen Universitäten gefunden.
Foto eines lauschenden Makaken
Wissenschaft

Auch Makaken können Rhythmusgefühl entwickeln

Menschen können den Rhythmus einer Musik wahrnehmen und sich dazu im Takt bewegen. Doch diese Fähigkeit ist nicht auf Menschen und andere Tierarten mit Sprachtalent beschränkt, wie Forschende nun überraschend herausgefunden haben. Demnach können auch Makaken zu einem Beat klatschen, sofern sie vorher entsprechend rhythmisch...

Ein Sonnenuntergang aus einem Flugzeug heraus fotografiert.©Adobe Stock/SJ Travel Footage
Wissenschaft

Himmlische Lichtspiele

Polarlicht, Abendrot, Regenbogen und Himmelsblau sind das Ergebnis faszinierender Physik. von Michael Vogel Auf Kinderbildern ist der Himmel blau, die Sonne gelb und der Regenbogen bunt. Meist sind die Farben am Himmel eine Selbstverständlichkeit, der wir uns im Alltag nur noch selten bewusst werden. Und doch sind sie etwas...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon