Lexikon

französische Musik

Romantik und Impressionismus

Das 19. Jahrhundert war eine Blütezeit der Oper. Gleichermaßen Bedeutung für die Opéra comique wie für die Grand Opéra erlangte Daniel François Esprit Auber insbesondere mit seiner „Stummen von Portici“. Weitere Beiträge dieser bürgerlich-ernsten Operngattung, die auch auf Deutschland und Italien ausstrahlte, lieferten der in Paris wirkende Italiener GioacchinoRossini, der Wahlfranzose Giacomo Meyerbeer und Jacques François Fromental Halévy. Daneben etablierte sich die Gattung der Drame lyrique mit Werken von Charles Gounod, Ambroise Thomas und Jules Massenet. Elemente dieser Opernform finden sich auch in „Samson und Dalila“ von Camille Saint-Saëns sowie in Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“. Einen letzten Höhepunkt der Opéra comique markierte 1875 Georges Bizets „Carmen“. Gleichzeitig erlebte seit Mitte des 19. Jahrhunderts die von dem Kölner Wahlfranzosen Jacques Offenbach ins Leben gerufene Operette eine erste Blüte.
Neben der Oper gewann Mitte des 19. Jahrhunderts die Orchester- u. Kammermusik an Bedeutung. Hector Berlioz schuf mit der „Symphonie fantastique“ die Gattung der Programmmusik (Einflüsse auf Franz Liszt und Richard Wagner) und regte damit Paul Dukas zu seinem „Zauberlehrling“ an. Inspiriert von deutschen Traditionen sind u. a. die Orchesterwerke von Saint-Saëns sowie die Kammermusik und Lieder von Gabriel Fauré. Dagegen signalisierte die Orchestermusik von Édouard Lalo und Vincent dIndy eine Abkehr von deutschen (Wagner-)Klängen zugunsten einer Verarbeitung von folkloristischem Material. Die Orchesterwerke von César Franck zeichnen sich durch eine farbige Instrumentation aus, während Erik Satie eine antiromantische Tonsprache wählte. Daneben hinterließen Charles-Marie Widor als Begründer einer französischen Orgelschule und Emanuel Chabrier mit seiner (z. T. orchestrierten) Klaviermusik wichtige Spuren. Bereits an der Schwelle zum 20. Jahrhundert wirkten die Komponisten des musikalischen Impressionismus, zu deren Wegbereitern Ernest Chausson gehört und der besonders von Debussy und Maurice Ravel repräsentiert wird.
  1. Einleitung
  2. Renaissance
  3. Barock und Klassik
  4. Romantik und Impressionismus
  5. Moderne
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