Lexikon

Tolernz

allgemein
Duldung, Duldsamkeit; die Respektierung der Meinungen, Wertvorstellungen und Verhaltensweisen anderer. Die Idee der Toleranz war seit ihrem Aufkommen im europäischen Mittelalter bis in die Neuzeit hinein hauptsächlich eine Frage nach religiöser Toleranz. Thomas von Aquin sah in ihr die Duldung sündigen Verhaltens, der Humanismus setzte Toleranz mit Religionsfreiheit gleich (Nikolaus von Kues, Erasmus von Rotterdam). Ansätze eines modernen Toleranzgedankens zeigen sich bei S. Franck, der die Gleichheit aller Menschen vor Gott heraushob. Mit J. Locke, der im Glauben eine Privatangelegenheit sah und die Trennung von Staat und Kirche forderte, sowie mit J. S. Mill, der für Toleranz vor allem in Fragen moralischer und gesellschaftlicher Normen plädierte, begann die Entwicklung des modernen Toleranzbegriffes als einer vom Staat anzuerkennenden Meinungs- und Gewissensfreiheit, die zur Grundvoraussetzung demokratischer und pluralistischer Gesellschaften wurde.
Weltraum, Universum
Wissenschaft

Kosmischer Babyboom

Vor etwa zehn Milliarden Jahren entstanden auf einen Schlag sehr viele Sterne. Seither sinkt die Geburtenrate – und inzwischen hat eine Art kosmischer Dämmerzustand begonnen. von THOMAS BÜHRKE Das Sternbild Fornax (Chemischer Ofen) besteht nur aus wenigen lichtschwachen Sternen. Doch Kosmologen fanden dort den sprichwörtlichen...

Wissenschaft

Gläserne Federn fürs Ohr zum Allaus reinem Glas

Forscher entwickeln einen neuen Detektor für Gravitationswellen – das Einstein-Teleskop. Sein Kernstück sind Sensoren aus purem Glas. von ANDREAS THOSS und PASCAL BIRCKIGT Gravitationswellen sind bizarre Erscheinungen: periodische Verzerrungen von Raum und Zeit, die mit Lichtgeschwindigkeit das Weltall durchziehen – ausgelöst...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon