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Nach der Mauer

Drangsalierung, Stabilisierung, Resignation: Die unmittelbaren Folgen des Mauerbaus für Regime und Bevölkerung.

Die Errichtung der Mauer an der Sektorengrenze in Berlin, die Unterbindung der Massenflucht von qualifizierten Arbeitskräften in den Westen bedeutet für die DDR den Beginn einer wirtschaftlichen und politischen Stabilisierung. Direkt im Anschluss an die Sperrmaßnahmen verfolgt die Führung der SED eine harte Politik gegen jegliche Opposition. Durch einen schonungslosen Kampf gegen »Staatsfeinde« und »Bummelanten«, der teilweise mit Schlägermethoden geführt wird, soll eine Atmosphäre der Angst erzeugt werden, in der keine politischen Forderungen laut werden. Gegen Ende des Jahres 1961 verringert sich jedoch der Terror. Die Bevölkerung, der die Flucht in den Westen nahezu unmöglich gemacht worden ist, beginnt, sich mit der Situation abzufinden - die Gegensätze zur SED-Führung verringern sich. Andererseits formiert sich eine Opposition, da die kritischen Kräfte nicht mehr in den Westen abwandern können.

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