Lexikon
Drạma
[
griechisch, „Handlung“
]Das moderne Drama
Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts besitzt das Drama keine verbindlichen Formmuster mehr. Während traditionelle Dramenformen teilweise wiederbelebt wurden (H. v. Hofmannsthal), verzichtet das naturalistische Milieudrama (H. Ibsen, A. Tschechow, G. Hauptmann) auf den dramatischen Spannungsbogen und zeigt das Geschehen in genauer Entsprechung zur Realität. Das expressionistische Drama (G. Kaiser, E. Toller) löst die Handlung in einer ekstatischen Überfülle an Bildern auf. Im Drama des epischen Theaters (B. Brecht) wird das Spiel durch Verfremdungseffekte kommentiert, während das absurde Drama (S. Beckett, H. Pinter) besonders in der Sprache den völligen Bruch mit der Tradition sucht. Das Dokumentartheater (H. Kipphardt, P. Weiss, T. Dorst) durchbricht durch Verwendung von faktischem Material die poetische Fiktion.
Wissenschaft
Leuchtende Forschungshelfer
Das grün fluoreszierende Protein und seine Nachfolger bringen Licht und Farbe in die Welt der Zellen: Sie sind unverzichtbare Werkzeuge der Mikroskopie – und neue Anwendungen stehen bevor. von JULIETTE IRMER Das grün fluoreszierende Protein, kurz GFP genannt, hat eine erstaunliche Karriere hinter sich: Millionen Jahre lang hatte...
Wissenschaft
Radiokarte des Unsichtbaren
Ein neues Observatorium von planetarer Größe soll das frühe Universum kartieren. Das Square Kilometre Array wird das leise Wispern des urtümlichen Wasserstoffs belauschen, um daraus Erkenntnisse für die Kosmologie zu gewinnen. von KAI DÜRFELD Bevor das Licht der ersten Sterne die dunkle Ära enden ließ und sich Galaxien formten,...