Lexikon

Drạma

[
griechisch, „Handlung“
]

Das moderne Drama

Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts besitzt das Drama keine verbindlichen Formmuster mehr. Während traditionelle Dramenformen teilweise wiederbelebt wurden (H. v. Hofmannsthal), verzichtet das naturalistische Milieudrama (H. Ibsen, A. Tschechow, G. Hauptmann) auf den dramatischen Spannungsbogen und zeigt das Geschehen in genauer Entsprechung zur Realität. Das expressionistische Drama (G. Kaiser, E. Toller) löst die Handlung in einer ekstatischen Überfülle an Bildern auf. Im Drama des epischen Theaters (B. Brecht) wird das Spiel durch Verfremdungseffekte kommentiert, während das absurde Drama (S. Beckett, H. Pinter) besonders in der Sprache den völligen Bruch mit der Tradition sucht. Das Dokumentartheater (H. Kipphardt, P. Weiss, T. Dorst) durchbricht durch Verwendung von faktischem Material die poetische Fiktion.
  1. Einleitung
  2. Herkunft aus der Antike und Entwicklung im Mittelalter
  3. Das Drama der Neuzeit bis zum 18. Jahrhundert
  4. Das moderne Drama
  5. Dramentheorien – geschlossene und offene Form
  6. Formen der Handlung
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