Lexikon
Spanien
Reiche Bodenschätze, aufstrebende Industrie
Spaniens Rohstoffreichtum hat schon in der Antike Begehrlichkeiten, etwa der Phönizier (Karthager) und Römer, geweckt. Die größten Steinkohlevorkommen liegen im Norden zwischen Oviedo und León, Braunkohle wird in Katalonien abgebaut. Die Kohleförderung ist jedoch nach Subventionskürzungen stark zurückgegangen. An Erzen werden Eisen-, Kupfer-, Blei- und Zinkerze sowie Mangan-, Wolfram- und Uranerze abgebaut, daneben auch Schwefelkies. In Almadén (Kastilien-La Mancha) befindet sich das weltgrößte Quecksilberbergwerk. An den Küsten wird Meersalz und im Ebrobecken Kalisalz gewonnen. Über die Hälfte der elektrischen Energie stammt aus Wärmekraftwerken, den Rest erzeugen Wasser- und Kernkraftwerke.
Nach dem Beitritt zur EG 1986 erlebte die Industrie einen kräftigen Aufschwung. Liberalisierung und Modernisierung sowie die Öffnung für den internationalen Wettbewerb und hohe ausländische Direktinvestitionen ließen die Produktionszahlen steigen. Bedeutsam ist neben der traditionellen Textil-, Leder- und Schuhindustrie die Herstellung von Wein, Olivenöl, Fischkonserven und Zucker. Wachsende Bedeutung kommt dem Maschinenbau, der Metall-, Bau- und Papierindustrie sowie der chemischen und elektrochemischen Industrie zu. Spanien ist nach Deutschland und Frankreich der drittgrößte Autoproduzent Europas. Die traditionellen Industrieregionen liegen in Katalonien, Asturien, im Baskenland sowie um Madrid. Dort haben sich in den letzten Jahren auch Zentren neuer Technologien angesiedelt.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Bildung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Vielseitige Landwirtschaft
- Reiche Bodenschätze, aufstrebende Industrie
- Bedeutsamer Tourismus
- Ausbau des Verkehrsnetzes
- Geschichte
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