Lexikon
Spanien
Bügerkrieg und Franco-Diktatur
Im 1. Weltkrieg blieb Spanien neutral. 1923 errichtete General Miguel Primo de Rivera y Orbaneja mit königlicher Billigung ein diktatorisches Regime. Einen Aufstand in Marokko schlug er 1925/26 nieder, doch zwangen Proteste von Offizieren und Studenten Rivera 1930 zum Rücktritt; ein Jahr später dankte auch Alfons XIII. ab und Spanien wurde erneut Republik. Gegen die aus den Wahlen im Februar 1936 siegreich hervorgegangene Volksfront erhob sich General Francisco Franco am 17. 7. 1936 in Spanisch-Marokko. Die Erhebung weitete sich zum Spanischen Bürgerkrieg (1936–1939) aus, den Franco siegreich beendete. Er trat als Caudillo („Führer“) an die Spitze des faschistisch aufgebauten Staats. Im 2. Weltkrieg blieb Spanien neutral. 1947 erklärte Franco Spanien durch Gesetz zur katholischen Monarchie. Infolge des Kalten Krieges konnte das Land seine außenpolitische Isolierung überwinden. 1955 wurde Spanien Mitglied der UNO. Seine afrikanischen Kolonien gab es auf. Franco, der bis zuletzt diktatorisch regiert hatte, starb 1975. Der 1969 zum Thronfolger designierte Prinz Juan Carlos de Borbón y Borbón (Enkel Alfons' XIII.) bestieg als König Juan Carlos I. den Thron. 1976 ernannte der König Adolfo Suárez zum Ministerpräsidenten. Im Zuge des Demokratisierungsprozesses (transición) wurden Parteien und Gewerkschaften zugelassen, politische Häftlinge entlassen und die Pressefreiheit hergestellt. Suárez gewann mit seiner später aufgelösten Zentrumspartei UCD 1977 die ersten freien Wahlen.
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