Lexikon

Spanien

Vom Auswanderer- zum Einwandererland

Seit Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1970er Jahre emigrierten über 800 000 Spanier nach Lateinamerika und etwa 650 000 gingen als Gastarbeiter nach Mitteleuropa. Gleichzeitig wanderten viele Spanier vom Land in die Stadt ab. Bis 1990 kehrten viele Arbeitsmigranten in ihre Heimat zurück. Heute ist Spanien das Ziel außereuropäischer Einwanderer, insbesondere von Afrikanern (Marokkanern) und Südamerikanern, vor allem aus Ecuador und Kolumbien. So hat sich der Ausländeranteil von 2,3% im Jahr 2000 auf heute 8,5% fast vervierfacht. Dies bringt zuweilen soziale Spannungen mit sich. Zur Steuerung der Arbeitsmigration legte Spanien bisher mehrere Programme zur Legalisierung illegal beschäftigter Ausländer auf. Jahr für Jahr versuchen Tausende afrikanischer Flüchtlinge meist vergeblich, mit Booten auf das spanische Festland oder auf die Kanarischen Inseln zu gelangen. 2005 erlebten die an der marokkanischen Küste gelegenen Exklaven Ceuta und Melilla einen großen Ansturm von Schwarzafrikanern. Auf der anderen Seite haben sich viele Mitteleuropäer, insbesondere Briten und Deutsche, als „Wohlstandsrentner“ dauerhaft in Spanien, insbesondere in den Küstengebieten oder auf den Inseln, niedergelassen.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Meseta mit Randgebirgen
    2. Hochgebirge und Flussbecken
    3. Küsten und Inseln
    4. Wald, Weide, Macchie
    5. Klima: kontinental bis ozeanisch
  3. Bevölkerung
    1. Vom Auswanderer- zum Einwandererland
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Vielseitige Landwirtschaft
    2. Reiche Bodenschätze, aufstrebende Industrie
    3. Bedeutsamer Tourismus
    4. Ausbau des Verkehrsnetzes
  7. Geschichte
    1. Von der Antike bis zur Reconquista
    2. Aufstieg und Fall der Weltmacht
    3. Innere Krisen
    4. Bügerkrieg und Franco-Diktatur
    5. Demokratisches Spanien
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