Lexikon
Spanien
Aufstieg und Fall der Weltmacht
Die Ehe zwischen Ferdinand II. von Aragón und Isabella I. von Kastilien 1469 begründete 1479 den spanischen Nationalstaat. Die Heirat der Thronfolgerin Johanna der Wahnsinnigen mit Philipp I, dem Schönen brachte die Habsburger auf den spanischen Thron. Unter Karl I. (1516–1556), als römisch-deutscher Kaiser Karl V., hatte sich Spanien vor allem durch seine kolonialen Eroberungen in Amerika endgültig als See- und Weltmacht etabliert. Unter Philipp II. (1556–1598) wurde das Land zum Zentrum der Gegenreformation.
1572 begann der Freiheitskampf des protestantischen Teils der Niederlande. Der Sieg gegen die Türken in der Seeschlacht von Lepanto 1571 konnte den beginnenden Machtverlust nicht aufhalten. Zwar erreichte Spanien 1580 durch die Personalunion mit Portugal seine größte Territorialausdehnung, die beständigen Kriege in Europa und Übersee unterminierten jedoch die Weltmachtstellung. 1588 unterlag die spanische Flotte, die Armada, England. Unter Philipp IV. (1621–1665) gingen Portugal sowie die kontinentale Großmachtstellung an Frankreich verloren. Im Spanischen Erbfolgekrieg konnte Frankreich die Thronfolge der Bourbonen auf dem spanischen Thron durchsetzen. Gibraltar fiel 1704 in englischer Hand. Im 18. Jahrhundert ging auch der größte Teil der spanischen Nebenländer (Niederlande, Teile von Italien) verloren. Unter Ferdinand VI. (1746–1759) und dem fähigen Karl III. (1759–1788) wurden Reformen durchgeführt. Eine machtpolitische Stabilisierung wurde aber durch verlustreiche Kriege an der Seite der französischen Bourbonen verhindert.
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