Lexikon
Vereinigte Staaten von Amerika
Überwiegend gemäßigtes Klima
Die klimatische Gliederung der USA entspricht der Ost-West-Abfolge des Großreliefs. Im Osten ist das Klima gleichmäßig feucht; nördlich der Linie New York–Kansas City ist das Klima kühlgemäßigt, südlich davon warmgemäßigt. Während die Durchschnittstemperatur in Boston (Massachusetts) 9,3 °C beträgt, liegt sie im fast 800 km südlich gelegenen Richmond (Virginia) bei 14,4 °C; weitere 900 km südlich beträgt sie in Jacksonville (Nord-Florida) 20,8 °C. Im südlichen Florida herrscht ein randtropisches Klima, die Durchschnittstemperatur in Orlando beträgt 22,4 °C.
Die häufigen Hurrikane bringen dem Südosten hohe Niederschlagsmengen: in Miami fallen 1520 mm Regen und in Teilen Floridas gibt es jedes Jahr 70–80 Gewittertage. Eine weitere Zone starker Niederschläge bildet die Olympia-Halbinsel im Nordwesten mit 2500 mm Regen. Dagegen weist die südliche Pazifikküste ein subtropisches Winterregenklima auf. Von den 529 mm Niederschlag, die in San Francisco fallen, gehen fast 90% zwischen Oktober und März nieder. Im Windschatten des Kaskadengebirges, der Sierra Nevada und auch der Rocky Mountains ist es dagegen sehr trocken und heiß: Das Death Valley gehört zu den Gebieten mit den höchsten gemessenen Temperaturen (56,7 °C) und in Las Vegas fallen im Laufe eines Jahres lediglich 104 mm Niederschlag.
Das Fehlen eines ostwestlich verlaufenden Gebirgszuges ermöglicht einen raschen Luftmassenaustausch zwischen kalter Luft aus dem Norden und warmer Luft aus dem Süden. Die gefährlichen Kaltlufteinbrüche (Northers), die auch der subtropischen Golfküste und Kalifornien Fröste bringen können, führen im Norden häufig zu katastrophalen Schneestürmen, den Blizzards. Andererseits gelangen warme Golfwinde nach Norden bis in das Gebiet der Großen Seen.
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