Lexikon
Vereinigte Staaten von Amerika
Ebenen in Zentrum
Schüsselförmig eingewölbt fällt das Land von den Appalachen landeinwärts in mächtigen Schichtstufen ab. Größtenteils junge Ablagerungen bauen im Zentrum des Landes die weiten Inneren Ebenen auf. Die Great Plains, die sich zwischen dem Mississippi und dem Fuß der Rocky Mountains auf einer Breite von etwa 700 km erstrecken, steigen nach Westen allmählich auf 1600 m Höhe an und werden durch die ostwestlich verlaufende Pine Ridge in zwei Teile gegliedert: Im Norden erstreckt sich das Missouri Plateau, im Süden die höher gelegenen High Plains. Auf dem Missouri Plateau liegen zwischen den Flüssen Cheyenne und White River die Badlands, die sich durch Erosion in unzählige Schluchten und Kämme aufgelöst haben. Am westlichen Gebirgsrand fächern sich die Ebenen in steil aufgerichtete Schichtkämme (Hogbacks) auf. Im äußersten Süden fallen sie mit einer bis zu 300 m hohen Bruchstufe zur Golfküste ab.
Der größte Teil der Inneren Ebenen wird durch den Mississippi sowie dessen Nebenfluss Missouri entwässert. Nur ein kleiner Teil entwässert nach Norden zu den Großen Seen. Dieses junge Seengebiet, das die größte Süßwasserfläche der Erde bildet, entstand erst während der Eiszeit. Während sich der Michigansee vollständig auf dem Staatsgebiet der USA befindet, liegen der Obere See, der Huronsee, der Eriesee und der Ontariosee auf der Grenze zu Kanada. Die Seen sind durch Flüsse und über Wasserfälle miteinander verbunden; am bekanntesten sind die z. T. auf kanadischem Staatsgebiet liegenden 51 m hohen Niagarafälle.
Kontext
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