Lexikon
Vereinigte Staaten von Amerika
Hochgebirge und Pazifikküste im Westen
Das westliche Drittel der USA wird von dem bis zu 1700 km breiten Gebirgssystem der Kordilleren eingenommen. Der Gebirgskomplex gliedert sich von Osten nach Westen in das Felsengebirge der Rocky Mountains, die Westkordillere mit dem Kaskadengebirge im Norden und der Sierra Nevada im Süden sowie die Küstenkordillere.
Die Hebung der Rocky Mountains setzte zu Beginn des Tertiärs (vor 65 Mio. Jahren) ein. Vulkane wie der Mount Rainier (4392 m), der Mount Adams (3751 m) und der Mount Hood (3425 m) zeugen von der gleichzeitig einsetzenden vulkanischen Aktivität. Auch der Crater Lake in Oregon, mit rund 600 m tiefster See der USA, und die Geysire im Yellowstone National Park sind Zeugen des teils bis heute andauernden Vulkanismus.
Mit der Hebung der Rocky Mountains entstanden zugleich zahlreiche Durchbruchstäler und Canyons. Eingebettet zwischen den einzelnen Hochgebirgsketten liegen weite Hochplateaus und Becken wie das aus bis zu 1200 m mächtigen Lavadecken aufgebaute Columbia Plateau im Norden, das trocken-heiße Große Becken (Great Basin) und das Colorado Plateau im Süden. Im östlichen Abschnitt des Great Basin bildet der abflusslose Große Salzsee (Great Salt Lake) die Reste des einstigen riesigen glazialen Süßwassersees Lake Bonneville. Der auch als das „Tote Meer Amerikas“ bezeichnete Great Salt Lake weist einen Salzgehalt von 25–27% und eine durchschnittliche Tiefe von 5 m auf.
Am südwestlichen Rande des Great Basin erstreckt sich das bis zu 86 m unter dem Meeresspiegel liegende wüstenhafte Tal des Todes, das Death Valley. Südlich des Great Basin schließt sich das Colorado Plateau an, ein aus mehreren Hochebenen aufgebautes Gebiet von der Größe Deutschlands. Der Colorado River hat auf seinem Weg durch das Plateau den 1800 m tiefen Grand Canyon eingeschnitten.
Die Hochbecken werden nach Westen vom Kaskadengebirge (Mount Rainier 4392 m), weiter südlich durch die nach Osten hin steil abfallende Pultscholle der Sierra Nevada (Mount Whitney 4421 m) begrenzt. Flankiert von diesen Ketten im Osten und der Küstenkordillere im Westen erstreckt sich im Nordwesten das Willamette- und Puget-Sound-Längstal und im Südwesten das Kalifornische Längstal. Das 650 km lange und durchschnittlich 80 km breite Kalifornische Längstal wird auf der Basis künstlicher Bewässerung intensiv landwirtschaftlich genutzt.
Kontext
Wissenschaft
Felsgravuren zeugen von früher Besiedlung der arabischen Wüste
In der Wüste Saudi-Arabiens haben Archäologen riesige Gravuren auf steilen Felswänden gefunden, die dort vor 12.800 bis 11.400 Jahren eingeritzt wurden. Sie zeigen Tiere wie Kamele und Gazellen in Lebensgröße und dienten wahrscheinlich als generationenübergreifende Wegweiser zu den seltenen Oasen. Demnach wurde diese...
Wissenschaft
Schlaflos bei Vollmond?
Viele Menschen klagen, sie könnten in den Nächten rund um Vollmond schlechter schlafen als gewohnt, während andere dies als pure Einbildung abtun. Was die Wissenschaft dazu sagt, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Fakt ist: Der Einfluss des Mondes auf uns Menschen ist in zahlreichen Studien untersucht worden, ohne dass man zu einem...
Inhalte
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Die Chemie des Bioplastiks
Digitale Doubles
Projektifizierte Forschung
Das Meer in Plutos Unterwelt
Start-ups: Heiß auf Kernfusion
Schatzkiste Natur
