Lexikon
Deutschland
Effektive Landwirtschaft
Deutschland deckt trotz zunehmender Stilllegung von Betrieben drei Viertel seines Nahrungsmittelbedarfs aus eigener Produktion. Während in Westdeutschland bäuerliche Familienbetriebe vorherrschen, dominieren in Ostdeutschland große Betriebsflächen, die als Erbe der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) und Volkseigenen Güter (VEG) heute in neuen Genossenschaften und GmbHs bewirtschaftet werden. Über die Hälfte der Agrarbetriebe werden in Deutschland im Nebenerwerb bewirtschaftet.
Fast 70% der landwirtschaftlich genutzten Fläche dienen dem Ackerbau. An Getreide wird meist Weizen, Roggen und Gerste angebaut, regionale Schwerpunkte bildet der Anbau von Kartoffeln und Zuckerrüben. Deutschland ist der größte Hopfenproduzent der Welt und beliefert mehr als ein Drittel des Weltmarktes. Der Weinbau ist bis auf wenige Ausnahmen auf die alten Bundesländer beschränkt. Während die fruchtbaren Lößgebiete der Börden dem Weizen- und Zuckerrübenanbau dienen, dominiert in Norddeutschland und im Gebirge die Viehwirtschaft. Bei der EU-Milchproduktion nimmt Deutschland die Spitzenposition ein, bei der Fleischproduktion rangiert es auf Platz zwei. Europaweit verfügt das Land über den größten Schweine- und den zweitgrößten Rinderbestand.
Auf fast einem Drittel der Staatsfläche steht Wald, über die Hälfte davon unterliegt der Forstwirtschaft. Zwei Drittel sind Nadelwälder, der Rest Laubwälder. Der Fischfang hat nur geringe Bedeutung. Die deutschen Fischereigebiete liegen in der Nordsee, den westbritischen Gewässern und der Ostsee.
Wissenschaft
Triumph des Möglichen
Als Galileo Galilei seine Idee eines Buches der Natur verkündete, das in der Sprache der Geometrie verfasst sein müsse, machte er Gott zu einem Mathematiker, und viele denkende Menschen stimmten ihm zu. Sie stimmten ihm erst recht zu, nachdem Isaac Newton die Kräfte zwischen Massen mithilfe einer Formel – einem Naturgesetz in...
Wissenschaft
Paradoxe Genome
Paradoxon. Ursprünglich entstammt der Begriff dem spätlateinischen Adjektiv „paradoxus“, das damals „unerwartet, überraschend“ meinte. Dass der Begriff des Paradoxons auch in den Naturwissenschaften gern verwendet wird, dürfte kaum verwundern. Schließlich widersprechen dort immer wieder mal neue Resultate ziemlich unerwartet den...